Der Sommer ist im Anmarsch! Beste Gelegenheit, an den See oder ins Freibad zu fahren. Und damit wir alle beruhigt schwimmen können, haben wir mal geschaut, wie es so um die Wasserqualität bestellt ist.

Gute Nachrichten für alle Wasserratten: Die Wasserqualität in den deutschen Bade-Gewässern ist ziemlich gut! Laut den Zahlen des Umweltbundesamts für die diesjährige Badesaison erfüllen rund 98 Prozent aller Badegewässer die vorgeschriebenen Richtlinien. Mehr als 90 Prozent haben sogar die Note "ausgezeichnet". Nur fünf Badegewässer sind durchgefallen.

Badegewässer sind offizielle Badestellen, also zum Beispiel Seen oder Talsperren, die alle zwei Wochen auf Verunreinigungen hin untersucht werden. 

Zwei Bakterien sind entscheidend

Bei der Bestimmung der Wasserqualität sind vor allem die Darmbakterien E-coli und die intestinalen Enterokokken entscheidend. Ist die Konzentration dieser Bakterien unterhalb des von der EU festgelegten Grenzwertes, dann ist die Wasserqualität in der Regel gut. Ist die Konzentration zu hoch, können Fieber, Durchfall und Erbrechen die Folge sein.

Problematisch können aber auch Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, werden. Blaualgen können sich schon innerhalb weniger Stunden bilden und das Wasser verunreinigen. Wenn zu viele davon im Wasser sind, färbt sich das Wasser grünlich blau. Wer dann baden geht, muss mit Hautausschlag, Bindehautentzündung, in schlimmeren Fällen sogar mit einem Leberschaden rechnen. 

"Wenn ich bis zu den Knien ins Wasser gehe und meine Füße in diesem blaugrün verfärbten Wasser nicht mehr sehe, dann sollte ich mir besser einen anderen See zum Baden suchen."
Laura Schön vom Umweltbundesamt über Blaualgen in Badeseen

Wer keine Lust auf Badesee hat und sich lieber ins Freibad quetscht, der sollte eins beachten: Vor dem Schwimmen duschen. Dann riecht es im Schwimmbad nämlich weniger nach Chlor, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anke van de Weyer.

"Das Chlor, was in Schwimmbädern zur Desinfektion genutzt wird, riecht eigentlich an sich gar nicht - sondern erst dann, wenn es mit Harnstoff in Berührung kommt."
Anke van de Weyer über die richtige Freibad-Vorbereitung

Der Harnstoff kommt nicht nur durchs Pinkeln ins Wasser, sondern auch über unsere Haut - Harnstoff ist nämlich ein natürlicher Bestandteil der Haut. Und wer vor dem Schwimmen gehen duscht, kann davon schon einiges runterspülen.