Im Winter geboren zu sein, ist eigentlich ganz cool: Geburtstag im Skiurlaub - und mit Weihnachten gleich mehrfach Geschenke abräumen. Es gibt aber auch Nachteile - und zwar für die Gesundheit.

Forscher aus Norwegen haben herausgefunden: Wer im Winter geboren ist - zwischen November und Januar - kann später leichter Atemwegserkrankungen bekommen. Es sei zwar ganz normal, dass ab dem 20. Lebensjahr die Zahl der Lungenbläschen zurückgeht und die Lunge weniger elastisch wird. Die Forscher aus Norwegen sagen in ihrer Studie aber, dass das bei Winterkindern deutlich schneller geht als bei Sommerkindern.

Winterkinder sind häufiger krank

Untersucht wurden fast 13.000 Männer und Frauen aus ganz Europa zwischen 40 und 70 Jahren. Die Forscher haben sich angesehen, welche Probanden als Kinder welchen Risikofaktoren ausgesetzt waren. Was genau im Körper während der Schwangerschaft oder der frühen Kindheit passiert, wissen die Forscher aber noch nicht. Vermutlich sind es unter anderem frühe Infektionen oder virale Infekte im Mutterleib.

"Andere Studien haben gezeigt, dass Sommerkinder im Schnitt größer und gesünder sind. Und im Sommer geborene Mädchen kommen später in die Pubertät."
Tobias Jobke aus den Wissensnachrichten

Ernährung und Lebensweise spielen insgesamt aber eine noch viel größere Rolle. Wer also richtig ungesund lebt, dem nutzt es im Zweifel auch nichts, im Sommer geboren zu sein. Trotzdem helfen die Erkenntnisse über Sommer- und Winterkinder dabei zu verstehen, warum manche Menschen häufiger an bestimmten Krankheiten leiden als andere.