Seit 36 Jahren hüpft Mario über unsere Bildschirme. Mit Super Mario Odyssey gibt es seit Kurzem ein neues Abenteuer in 3D. Statt im Pilzkönigreich ist der kleine Klempner diesmal auch in einer Großstadt unterwegs. Neu ist auch, dass Mario mithilfe seines Huts in andere Körper schlüpfen kann.

Mario und das Pilzkönigreich - bisher gehörte das immer fest zusammen. Das sei schon eine krasse Änderung, sagt unsere Reporterin und leidenschaftliche Gamerin Jana Reinhard. Anfangs sei sie ziemlich skeptisch gewesen.

"Statt der üblichen, abstrakteren, bunten Märchenwelt, sieht das Spiel aus wie Grand Theft Auto."
Jana Reinhard, Deutschlandfunk Nova

Die Großstadt erinnere an New York und "Mario läuft da zwischen realistischen Menschen und Taxen herum und wirkt da in dieser Welt ein bisschen wie ein Mutant", sagt Jana. Und das sei eigentlich nicht ganz ihr Mario, so Janas erster Eindruck.

Fokus liegt auf der Erkundung der Level

In dem Spiel fliegt Mario mit dem Luftschiff "Odyssey" rund um den Globus und landet auch in heißen Wüstenwelten, in Gärten mit Gießkannenrobotern oder an entspannten Südseestränden. In alter Tradition gibt es auch eine Eiswelt, eine Unterwasserwelt oder eine Wolkenwelt. 

"Die zitieren viel aus den alten Spielen. Das finde ich cool."
Jana Reinhard, Deutschlandfunk Nova

Die Level seien wunderbar und skurril designt und platzten nur so vor Ideen und Details. Inhaltlich sei in dem Spiel aber eigentlich alles wie immer, sagt Jana. Auch diesmal gilt es Prinzessin Peach zu befreien, die von Marios Erzfeind Bowser entführt wurde. Spaß habe der Spieler vor allem bei der Erkundung der Level.

"Um Peach mit dem Luftschiff zu verfolgen, brauche ich Treibstoff und dieser Treibstoff sind die Monde."
Jana Reinhard, Deutschlandfunk Nova

Auf der Suche nach den Monden kann der Spieler "die Level von unten nach oben durchkrempeln, um auch den letzten Mond an Stellen zu finden, wo ich nie gedacht hätte, dass da vielleicht was sein könnte", sagt Jana. Dabei gilt es beispielsweise Geheimgänge zu erkunden, oder Aufgaben für die Bewohner der einzelnen Level zu lösen. 

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Ein bisschen sei das wie ein riesiger Spielplatz gefüllt mit Minigames in einer relativ offenen Spielwelt. Das Spiel wurde nicht neu gedacht, aber das Erlebnis erweitert, so Jana. Und ganz wichtig: Das Nintendogefühl bleibe erhalten.

Der lebendige Hut

In jedem 3D-Level ist auch ein 2D-Level integriert, das an die alten Versionen von Mario erinnert. Wirklich neu an dem Spiel sei, sagt Jana, dass Mario von einem lebendigen Hut begleitet wird, der dem klassischen Marioprinzip eine ganze Menge hinzufügt.

"Dieser Hut kann ja nicht nur wie ein Bumerang von Mario geworfen werden, damit er sich Gegner vom Leib hält, sondern auch giftigen Schleim wegwischen, was echt cool aussieht."
Jana Reinhard, Deutschlandfunk Nova

Außerdem könne Mario seinen Gegnern den Hut aufsetzen. Dadurch würde er sich in die Figur des Feindes verwandeln und dessen Fähigkeiten erhalten, sagt Jana: "Wenn man dieser Gegner ist, dann hat er diesen Marioschnurrrbart und den roten Hut auf". Das könne unter anderem der Pilzkopf sein, aber auch eine Kanonenkugel. Die Verwandlungen seien aber nicht nur ein Gimmick, sondern ein wichtiges Element, um die Level zu spielen und zu lösen.

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Was Jana nicht so gefällt, ist, dass Vieles grafisch in dem Spiel nicht mehr so zusammenpasse wie früher - zum Beispiel Mario mit der Welt. Auch würden manche Charaktere echt richtig furchtbar aussehen und sich optisch überhaupt nicht in die Welt einfügen. 

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Und dann wirke vieles auch grafisch zusammengewürfelt, sagt Jana: hier ein bisschen Realismus, dann Cartoonfiguren, daneben Fototexturen und glitzernde Elemente. "Die Nintendoidentität geht da für mich so ein bisschen verloren", sagt sie. Das mag aber auch Geschmackssache sein, denn unserem Moderator Sebastian Sonntag gefällt dieser Stilmix und das Durcheinander wiederum ganz gut.

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