1938 erschien das erste Supermanheft. Der Comicheld wurde in Amerika zum Sinnbild für den Kampf gegen das Böse.

Superman hat geschafft, was noch kein Superheld vor ihm geschafft hat, er knackt die 1000er-Marke: Am 18. April 2018 erscheint Action-Comics-Heft Nummer 1000. Und da Superman seinen ersten Auftritt 1938 in Action Comics Nummer 1 hatte, feiert er gleichzeitig auch seinen 80. Geburtstag.

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Die Erfinder von Superman heißen Jerry Siegel und Joe Schuster. Sie waren Kinder jüdischer Migranten, die aus Europa in die USA eingewandert sind. Die beiden kannten sich aus der Schule und hatten damals den Plan, den "Mann von morgen" zu kreieren: superstark, extra schnell, der ewige Optimist, der immer an die Menschen glaubt, vor allem daran, dass wir gut sein können. Und der obendrein auch noch von einem anderen Planeten stammt - von Krypton.

Superman - Held für die Schwachen und Unterdrückten

Die beiden Erfinder waren selber große Fans von Science-Fiction-Heftchen und wollten jetzt einen Superhelden designen, der mehr kann als wir Menschen und der wirklich ein echter Held ist - also für die Schwachen und Unterdrückten kämpft. 

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Es kursiert die Geschichte, dass der Vater von Jerry Siegel bei einem Überfall erschossen wurde und er sich deshalb als kleiner Junge diesen Helden einfallen ließ, weil der seinen Vater hätte beschützen können.

Es gibt aber auch Literaturwissenschaftler, die die These vertreten, dass Siegel und Schuster in den Supermangeschichten ihre Migrantenerfahrung verarbeitet haben. Tagsüber ist Superman schließlich der ewige Außenseiter - der etwas unbeholfene, tollpatschige Clark Kent, aber in seinem Inneren steckt eben mehr: Superman der Held.

"With Superman you get Truth, Justice and the American Way."
Brian Michael Bendis, Autor der neuen Supermanhefte

So ganz zeitgemäß ist Superman heute nicht mehr, angesichts der Tatsache, dass es ein weißer Mann mit Muskeln ist, der die Welt rettet. Brian Michael Bendis, Autor der neuen Supermanhefte, sagt: Mit Superman bekomme man die Werte eines alten Gentleman.

Bendis sagt aber auch, wenn wir diese Werte genauer anschauen, dann werden wir feststellen, dass sie wieder aktuell sind. Vor allem dann, wenn wir sie vor dem Hintergrund der politischen Lage in den USA betrachten:

  • Wahrheit ist etwas, was in Zeiten von Fake News nicht mehr unbedingt sicher ist
  • Gerechtigkeit – im Zusammenhang mit Korruption und Polizeigewalt - gilt nicht für alle
  • Der American Way als Idee, dass jeder – egal woher er kommt – ein Leben in Freiheit führen kann, sei derzeit in Gefahr.

Bendis macht ziemlich deutlich, dass er seinen Superman – also den "Mann von morgen" - als Gegenentwurf zum "Mann von gestern" verstehe: zu dem Mann, der gerade im Weißen Haus sitze.

"Superman ist quasi ein Flüchtling unter uns Menschen, der aber meistens viel menschlicher ist, als wir selber. Mit so einem Superhelden kann ich auf jeden Fall was anfangen."
Markus Dichmann, Deutschlandfunk Nova

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