Astronauten müssen intelligent, fit und belastbar sein. Allerdings ist auch die Zusammenarbeit im Team wichtig, wenn Menschen viele Monate auf engem Raum miteinander verbringen. Ein Spaßvogel im Team kann dabei zum Erfolg einer Mission beitragen. 

Forscher arbeiten daran, die Probleme zu lösen, die einer bemannten Mars-Mission noch im Weg stehen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die Frage, wie man ein Team zusammenstellen muss, damit es gut zusammen arbeiten und alle Herausforderungen bewältigen kann. 

Im Auftrag der NASA untersuchen Wissenschaftler daher, wie Astronauten-Teams zusammenarbeiten. Und zwar dann, wenn es wirklich ernst wird. Wenn beispielsweise Systeme an Bord einer Rakete oder Raumstation ausfallen und es keinen Kontakt mehr zur Erde gibt. Getestet wird das unter anderem im Johnson Space Center in Houston im US-Bundesstaat Texas. Dort gibt es spezielle Kapseln, in denen Astronauten für 45 Tage eingeschlossen werden. 

"Viele Studien haben gezeigt, dass es sich auszahlt, wenn auch lustige Menschen bei solchen Missionen dabei sind."
Jenny Rieger, Nachrichtenredaktion Deutschlandfunk Nova

Gerade, wenn Teams unter Druck geraten, kann es die Teammitglieder wieder zusammenbringen, wenn einer aus dem Team, die Stimmung auflockert oder andere zum Lachen bringt. Das erforscht unter anderem der Anthropolge Jeffrey Johns von der University of Florida. Er untersucht vor allem Analog-Missionen, die unter Weltraum-ähnlichen Bedingungen auf der Erde durchgeführt werden. 

"Damit so ein Team gut funktioniert, braucht es natürlich auch starke Führungspersönlichkeiten und andere die Konflikte schlichten. Einfach nur ein Klassenclown zu sein, reicht nicht. Derjenige sollte auch ein guter Astronaut sein."
Jenny Rieger, Nachrichtenredaktion Deutschlandfunk Nova

Falls sich innerhalb eines Teams kleinere Cliquen bilden, kann ein zu Witzen aufgelegter Astronaut eine Brücke sein und dafür sorgen, dass das Team nicht auseinander bricht, fasst Nachrichtenredakteurin Jenny Rieger die Studienergebnisse zusammen. 

Der Anthropologe Jeffrey Johnson hat auch andere, ähnliche Gruppen untersucht und die Ergebnisse verglichen. Er hat sich Teams angeschaut, die auf Antarktis-Forschungsstationen überwintern. Dabei hat er auch Teams aus Frankreich, Russland und den USA verglichen und festgestellt, dass die Teams immer dann am besten funktioniert haben, wenn ein Spaßvogel dabei war. 

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