Welche Wildtiere leben in unserer Stadt? Das fragen Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und bitten deshalb Berlinerinnen und Berliner, Wildtiere zu beobachten.

Milena Stillfried vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sucht 200 Wildtierbeobachter, an die sie dann spezielle Kameras ausgeben wird. Diese Kameras sollen vier Wochen lang Wildtiere aufnehmen, sobald sie im Garten auftauchen. Die Kameras sind ausgestattet mit einem Bewegungsmelder und einem Wärmesensor.

Bürger als Wissenschaftler gefragt

Mit dem Projekt Wildforscher in Berlin will Milena Stillfried "alle terrestrischen Säugetiere" erfassen. Das betrifft in Berlin 21 Arten wie den Fuchs, Dachs, Eichhörnchen oder Mäuse.

"Berlin wird auch als Hauptstadt der Wildtiere bezeichnet, weil dort sehr viele leben. Das liegt daran, dass Berlin sehr groß und grün ist. Es gibt viele Parks, Wälder und Gärten, wo die Wildtiere sich gut verstecken können."
Milena Stillfried, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung

Weil Berlin eine sehr große und grüne Stadt mit vielen Grünanlagen, Wälder und großen privaten Gärten ist, finden dort viele Wildtiere Nahrung, Verstecke und alles, was sie zum Leben brauchen, sagt Milena Stillfried. Für die Wissenschaftler sei es spannend zu erfahren, wo die Tiere genau vorkommen und welche Unterschiede es zwischen den Arten gibt.

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Wer Wildtierbeobachter in Berlin werden will, kann sich bei dem Projekt bewerben, wenn er einen eigenen Garten hat. Die Aufnahmen werden später ausgewertet und die Informationen in einer Datenbank zusammengefasst. Alle Berlinerinnen und Berliner haben später auch die Möglichkeit diese Datenbank selbst nach eigenen Kriterien auszuwerten.

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