Wegen der Hitze sind die Karotten so lang wie selten, was zu kleineren Komplikationen führt. Das eigentliche Problem für die Möhren-Bauern ist aber ein anderes.

Nach dem heißen Sommer gibt es jetzt Problemmöhren. Sie sind durch die Dürre zu lang gewachsen und passen nicht mehr in die Plastikschalen, in denen sie in Supermärkten verkauft werden.

Josef Deselaers sagt: Nicht so schlimm – im Supermarkt sei auch für lange Möhren Platz. Er arbeitet für den Möhrenhersteller Brocker in Willich am Niederrhein. Karotten ließen sich auf viele Arten verkaufen. Bauern und Vermarkter hätten immer Ausweichmöglichkeiten.

"Wir vermarkten die als lose Möhren – auch in Beuteln, in denen Möhren, die länger als 30 Zentimeter sind, vernünftig Platz finden."
Josef Deselaers, Geschäftsführer des Möhrenherstellers Brocker

Nur ein Teil der Möhren sind besonders in die Länge gewachsen, um an Wasser im Boden zu kommen. Insgesamt, sagt Josef Deselaers, wären die Möhren in diesem Jahr eher zu klein, krumm und schief gewachsen. Das sei – verglichen mit einem stärkeren Längenwachstum – für die Möhrenbauern das größere Problem.

Schiefe Möhren als Problem

Für die Haltbarkeit ist wichtig, ob die Möhren verpackt sind oder nicht. Das Gemüse sollten am besten unverpackt in den Kühlschrank.

"Wenn sie also im Kühlschrank liegen, können Sie die eine Woche verwahren und danach werden nicht feststellen, dass sie eine Woche alt sind."
Josef Deselaers, Geschäftsführer des Möhrenherstellers Brocker

An der Verpackung schlagen sich Tröpfchen nieder, weil die kühle Luft im Kühlschrank eben nicht so viel Wasser speichern kann. Dann gammeln Karotten schneller. Auch deswegen sollte man Möhren immer lose kaufen. Wenn Möhren kühl gelagert werden, brauchen sie kein Plastik und halten sich rund eine Woche. 

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