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Jedes sechste Paar, das sich Kinder wünscht, braucht medizinische Unterstützung. Auch Benedikt Schwan und seine Frau sind kinderlos geblieben und haben eine Kinderwunschklinik aufgesucht. Sie erzählen, wie die Kinderlosigkeit sie näher zusammengebracht hat.

Mit 41 Jahren erfährt Benedikt Schwan in einer Berliner Kinderwunschklinik, dass in seinem Ejakulat keine Samenzellen enthalten sind. Er leidet an sogenannter Azoospermie. Diese Diagnose hat ihn geschockt. Denn seit Jahren hat er sich mit seiner Frau Kinder gewünscht. Eine Schwangerschaft blieb aber immer aus.

"Ich zweifle an Aspekten meiner Männlichkeit, an der Frage, warum ich überhaupt existiere, wenn ich mich nicht fortpflanzen kann."
Benedikt Schwan, Autor des Buches "Ohnekind"

Dass Benedikt keine Kinder zeugen kann, ist für den Wissenschaftsjournalisten Anlass, nach den medizinischen Ursachen zu suchen. Gleichzeitig recherchiert er, wie es um die männliche Fruchtbarkeit weltweit bestellt ist.

Tabu: Männliche Unfruchtbarkeit

Männliche Unfruchtbarkeit sei ein Tabu-Thema. Rund 7 Prozent der Männer sind betroffen. Anders als Frauen würden Männer kaum über Unfruchtbarkeit sprechen.

"Als meine Schwester vor vier Monaten ein Kind bekommen hat, habe ich zum ersten Mal hautnah miterlebt, was ich alles verpasse, weil wir nicht schwanger werden können."
Benedikts Frau hat sich Kinder gewünscht

In "Eine Stunde Liebe" erzählt das Paar, wie es mit der Unfruchtbarkeit von Benedikt umgegangen ist. Durch eine Paartherapie sind sie sich beide trotz der medizinischen Probleme sogar noch näher gekommen.

Unfruchtbarkeit in westlichen Ländern weitverbreitet

Bei seinen Recherchen ist Benedikt auch auf eine israelische Studie gestoßen: Demnach hat sich die Konzentration der Spermien im Ejakulat von Männern aus westlichen Ländern seit 1973 fast halbiert. Das bedeute nicht, dass Männer keine Kinder mehr zeugen können, sondern nur, dass es oft länger dauern kann, bis eine Befruchtung glückt.

Benedikts Recherchereise hat ihn unter anderem auch zu einem Mormonen in Kanada geführt, der fast 150 Kinder gezeugt hat. Oder nach Japan, wo sehr wenige Kinder geboren werden, weil sich immer mehr Männer weigern, die Verantwortung für die Familiengründung auf sich zu nehmen.

Liebestagebuch

Außerdem erzählt Emma im Liebestagebuch von der Begegnung mit einem Mann, der in einer offenen Beziehung lebt. Vor vier Monaten hat sich Emma in ihn verliebt und berichtet, wie sie sich nach dem Treffen fühlt.