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Mehr als 700 Menschen sind bislang an Ebola gestorben - der größte Ausbruch des Virus in Westafrika. Die Menschen haben Angst sich anzustecken, deshalb hat Liberia zum Beispiel Schulen und Märkte geschlossen. Fluggesellschaften haben Flüge nach Westafrika gestrichen - aber theoretisch könnte jemand, der sich infiziert hat, auch nach Deutschland kommen.

Zwei bis 21 Tage Inkubationszeit hat das Ebolavirus - da merkt man noch nichts. Danach kommen hohes Fieber, Durchfall, Erbrechen, Hautausschlag und schwere Blutungen - und dann ist die Krankheit hochinfektiös. Wir wollen noch einmal genau klar machen, wie man sich mit dem Ebola-Virus eigentlich ansteckt. Deshalb haben wir mit Bernhard Fleischer gesprochen, einem Virologen und Immunologen vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

"Erst wenn die Symptome auftreten, kann man sich anstecken. Die größte Gefahr droht, wenn man wirklich mit Kranken zu tun hat."
Bernhard Fleischer, Virologe

Das Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen - über Speichel, Schweiß, Blut oder Urin. Auch Ärzte und Pfleger haben sich schon infiziert - obwohl sie wissen, wie man sich schützt. Vor dem Hintergrund der Ebola-Epidemie in Westafrika rät das Auswärtige Amt seit Donnerstag von verzichtbaren Reisen nach Guinea, Sierra-Leone und Liberia ab. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Ansteckungsgefahr in Deutschland als "sehr gering" ein.

"Im Blut und in den Ausscheidungen ist das Virus in großen Mengen vorhanden. Sobald etwas an die Schleimhäute gelangt, ist man infiziert. Das kann wahrscheinlich auch per Tröpfcheninfektion geschehen."
Bernhard Fleischer, Virologe

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