Wer freiwillig oder aus Faulheit wachsen lässt, könnte bald einen schönen Bart haben. Von ganz alleine geht das aber nicht. Basis-Tipps für eine schöne Gesichtsbehaarung.

Ob unsere These stimmt, dass sich mehr Männer als früher einen Bart wachsen lassen, weil sie sich im Homeoffice womöglich gehen lassen oder durch mehr Freizeit sogar die Lust an ihrem Gesichtshaar entdeckt haben, können wir nicht verifizieren. Und doch: Der Zeitpunkt ist nicht schlecht, mal über Bärte zu sprechen, denn schließlich könnten beide Annahmen ja zutreffen.

Das Wichtigste am Bart: Die Form. Wer sowieso schon ein eher rundes Gesicht hat und sich dann auch noch einen breiten Bart wachsen lässt, könnte ungewollt Assoziationen mit einem Hamster wecken. Die äquivalente Gefahr lauert bei Männern mit schmalem, langgezogenen Gesicht. Ein Bart mit ähnlicher Form macht das Gesicht noch länger.

"Wer ein schmales Gesicht hat, sollte sich den Bart eher etwas in die Breite wachsen lassen, damit das Gesicht ein bisschen voller aussieht."
Peter Nitschke, Online-Shop Blackbeards

Ist der Bart generell in Form gebracht, folgen die nächsten Schritte, um aus einem Corona-Homeoffice-ich-lass-mich-gehen-Stoppel-Gewächs eine Gesichtsbehaarung zu machen, die zumindest potenziell aus dem digitalen Tinder-Date irgendwann ein echtes Treffen werden lässt.

  • Schritt 1: Konturen rasieren, also an den Wangen und am Hals den Bart begradigen.
  • Schritt 2: Bartöl oder ähnliche Pflegeprodukte benutzen. Barthaar ist an sich tendenziell trocken – Pflegeprodukte geben ihm Feuchtigkeit.
  • Schritt 3: Jetzt wird es langsam ambitioniert: Mehrmals am Tag bürsten. Das ist zumindest die Empfehlung des Barbiers Peter Nitschke, der sich auf Bartprodukte spezialisiert hat. Und das auch noch mit einer Bürste aus Wildschweinborsten.

Und spätestens damit wäre eine Stufe erreicht, die aus einer Notwendigkeit eine Leidenschaft werden lässt, die Peter Nitschke schon lange hat: "Ich bürste den ganzen Tag. Beim Lesen von Mails, beim Fernsehgucken."

Barthaare und Infektion

Jetzt gibt es nur noch ein kleines Problem: Vollbärte scheinen in Sachen Virus-Prävention nicht sonderlich vorteilhaft zu sein. Nähere Untersuchungen gibt es dazu nicht, aber es gibt Annahmen: Etwa, dass sich Viren in einem Bart recht einfach verfangen können – zum Beispiel über kleine Tröpfchen.

Dann ist da noch die Vermutung, dass sich Bartträger aus Gewohnheit häufiger ins Gesicht fassen als rasierte Männer. Medizinischem Personal rät die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene zur Glattrasur – jedenfalls indirekt. Siehe dazu Punkt 3.2 der Empfehlung.