Valeska Achenbach hat in 28 Tagen die Alpen von München nach Venedig überquert. Dieses Naturerlebnis hat sie ihren Alltag komplett vergessen lassen. Und das Gefühl, als sie auf dem Markusplatz in Venedig stand, war großartig – trotz kaputter Füße.

"Der Traumpfad geht vom Marienplatz in München zum Markusplatz in Venedig", erzählt Valeska Achenbach. Insgesamt sind das rund 600 Kilometer. Dabei hat die Hamburgerin 22.000 Höhenmeter überwunden. 

Höhepunkt des Traumpfads ist der Piz Boe mit 3.152 Metern

Von München ab sind die ersten Streckenabschnitte entlang der Isar recht flach. So konnte sie erst viel Strecke machen. Danach geht es in die Voralpen, den Karwendel und in die raue Felsenwelt. Danach folgen verschiedene Täler und Gebirgszüge. Der höchste Berg auf der Strecke ist der Piz Boe mit 3.152 Höhenmetern. 

"So wahnsinnig wundervolle Erlebnisse, diese Luft, diese Stille, diese Berge, diese Ausblicke! Der normale Alltag kann gar nicht weiter weg sein als bei so einer Tour. Es macht mich so unfassbar glücklich."
Valeska Achenbach über ihre Alpenüberquerung

Was Valeska an der Tour besonders gut gefällt, ist die Kombination aus Wandern, Trecking und Klettern. Gestartet ist Valeska allein, hat aber unterwegs Leute kennengelernt, die dann mit ihr bis nach Venedig gegangen sind. 

"Ich finde es erstaunlich, dass man sich überhaupt nicht kannte und 24 Stunden miteinander verbracht hat", erzählt Valeska. Das hat ihr aber nichts ausgemacht, obwohl sie eher ein Mensch ist, der sich zurückziehen können muss. Im Nachhinein sagt sie, war es gut, den Weg mit einer Gruppe gemacht zu haben. Weil es allein auch gefährlich werden kann.

Im Schutz der Gruppe

Die Gruppe hatte Glück und ist meist bei gutem Wetter über die Alpen gekommen. Bis auf einmal, in den Dolomiten, als Valeska tatsächlich Angst bekommen hat, weil ihr eine Schlechtwetterfront im Nacken saß.

"Das war ein mulmiges Gefühl, weil klar war, da gibt es keine Schutzhütte."
Valeska Achenbach hat die Alpen überquert

 "Jetzt schnell runter", war die Ansage von einem Gruppenmitglied, das sich mit Wetterwechsel in den Bergen auskennt. So hat die Gruppe den Weg gemeinsam bis nach Italien geschafft, auch weil sie sich gegenseitig motiviert haben, wenn die Füße schmerzten.

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