"Waste Watcher" ermahnen in Hamburg Bürger, die Müll in die Gegend werfen. Besonders oft kümmern sie sich um Zigarettenstummel und Hundekot.

Papierchen, Taschentücher, Tüten, Verpackungen, Kaffeebecher, Zigarettenstummel, Hundekot - in Städten wird viel in die Gegend geworfen oder nicht aufgesammelt, was andere Menschen stört. Mancherorts kommen dann Mitarbeiter der Stadtreinigung und sammeln das auf, was andere weggeschmissen haben. Die Stadt Hamburg geht einen Schritt weiter - sie ertappt die Bürger auf frischer Tat und verwarnt sie.

"Waste Watcher" hat Hamburg die Mitarbeiter genannt, die sich speziell darum kümmern, Menschen anzusprechen, die zum Beispiel den Kot ihres Hundes nicht aufsammeln oder Zigarettenkippen wegwerfen.

"Die Situation ist seit einem Jahr deutlich besser geworden."
Robert Dahlke, Waste Watcher Hamburg

"Waste Watcher" steht auch auf der Kleidung der Mitarbeiter. Das sieht sehr offiziell aus, sie zählen allerdings nicht zu den Mitarbeitern des Ordnungsamtes. Die Folge: Sie können nicht eigenständig ein Bußgeld verhängen. Über die Höhe dessen entscheidet später die Bußgeldstelle: Dabei orientiert sie sich allerdings an den Aussagen der Waste Watcher.

Trotzdem sagt Robert Dahlke, einer der Hamburger Waste Watcher:  "Wir haben schon viel erreicht." Die Müllsituation habe sich deutlich verbessert, seit die Waste Watcher vor einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen haben.

Ein Hund scheißt auf eine Wiese
© dpa

Robert Dahlke versichert, die Waste Watcher versuchten immer, so freundlich wie möglich zu bleiben. Oft ergebe sich auch ein längeres Gespräch über den Müll in der Stadt und wie alle dazu beitragen könnten, die Stadt sauberer zu halten.

Dabei müssen er und seine Kollegen sich auch immer Ausreden anhören: Der Hundekot sei nicht zu entfernen gewesen, weil der Hund Durchfall habe und alle Mülltüten bereits aufgebraucht gewesen seien.

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