Wir wollen einfach nur in Ruhe draußen essen. Andere wollen das auch: Wespen zum Beispiel – und verleiden uns den Spaß. Wir sagen euch, was ihr tun könnt.

Die Wespen kommen vielen von uns diesen Sommer aggressiver vor als sonst. Stimmt aber nicht, sagt Julian Heiermann, Zoologe und Insektenexperte beim Naturschutzbund Deutschland Nabu.

"Wir haben dieses Jahr relativ viele Wespen."
Julian Heiermann, Insektenexperte beim Nabu

Sie sind nicht aggressiver, dafür aber häufiger als sonst. Die Wespen mögen das trockene und heiße Wetter. Deshalb konnten sie sich gut vermehren.

Wenn es viel regnet, sinken Wespennester ab, sagt Anna Kohn von Deutschlandfunk Nova. Nester, die die Wespen etwa in verlassenen Mäusehöhlen unter der Erde gebaut haben, saufen dann schon mal ab. Oder sie verschimmeln.

Wespen gar nicht erst anlocken

Die Wespen finden "uns" vor allem dann interessant, wenn wir etwas Süßes oder was Deftiges in der Hand haben. Die beste Taktik ist hier, die Wespen gar nicht erst anzulocken. Und zwar, indem ihr nicht zu viel auf den Tisch stellt.

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Haushaltstipps wie Kaffee anzünden bringt nicht viel, sagt Julian Heiermann. Dagegen sei es sinnvoll, etwas entfernt vom eigenen Esstisch, eine Ablenkfütterung hinzustellen. Überreife Früchte, etwa halbierte Trauben, eignen sich da gut, empfiehlt der Zoologe.

Prophylaktisch solltet ihr das aber nicht machen (um die Tiere eben erst gar nicht anzulocken), sondern erst dann, wenn die Wespen euch bereits nerven.

Ruhig bleiben

Nervös werden oder sogar Panik schieben ist auch keine gute Idee. Die Wespen orientieren sich nämlich an Düften – und können riechen, wenn ihr Angst habt…

"Die Wespen können den Angstschweiß riechen."
Julian Heiermann, Insektenexperte beim Nabu

Und das kann dazu führen, dass dann sogar noch mehr Wespen kommen.

Das Fake-Wespennest

In Charlottenburg hat jemand extra ein Fake-Wespennest gebaut, um die ungebetenen Gäste abzuschrecken. Er hatte gelesen, dass die Wespen davor Respekt haben – und sagt hinterher, dass es auch funktioniert hat: Er habe fast ungestört essen können, 70 Prozent weniger Wespen hätten ihn genervt.

Julian Heiermann glaubt der Geschichte allerdings nicht so ganz. Denn die Wespen orientieren sich ja eben durch Geruch und nicht optisch. Das Wespennest müsste also auch riechen. Das wiederum wäre auch keine gute Idee, denn Wespen orientieren sich auch an alten, verlassenen Nestern, um ein neues dort zu bauen. Wenn das selbst gebaute Wespennest also nach Wespennest riechen würde, würde man damit die Königinnen also vielleicht sogar anlocken.

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