Blöcke, Gürtel, Kissen und spezielle Klamotten – wer Yoga macht, kann sich mit allerlei Zubehör eindecken. Dabei braucht es eigentlich gar nicht so viel, um ein guter Yogi zu sein. 

Bald startet die ISPO in München, die größte Fachmesse für Sportartikel und Mode. Dort werden Hersteller auch Zubehör für verschiedene Arten von Yoga vorstellen, denn die Aktivität liegt im Trend: Laut einer Umfrage des Berufsverbands der Yogalehrenden kann sich fast jede vierte Person in Deutschland vorstellen, Yoga zu machen – oder ist schon dabei. 

Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Ilka Knigge hat sich das Angebot mal angeschaut. Die Liste ist lang, aber abseits der schon fast klassischen Gadgets wie den Blöcken oder Sitzkissen, gibt es noch Yoga-Socken, Yoga-Handschuhe, Yoga-Räder, Yoga-Knie-Unterleger oder sogar Yoga-Boards. Denn mittlerweile gibt es auch viele verschiedene Formen von Yoga, mit unterschiedlichen Ansprüchen – zum Beispiel SUP-Yoga. Das ist Yoga auf einem Board im Wasser.

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Für die meisten Yoga-Varianten ist nur wenig Material nötig

Aber grundsätzlich können Yogis und solche, die es noch werden wollen, minimalistisch bei der Produktwahl sein, sagt Jessica Fink. Sie ist Yogalehrerin und beim Bundesverband der Yogalehrenden für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

"Ich persönlich habe eine Matte und ein Sitzkissen. Ich arbeite wenig mit Materialien. Das was man eigentlich nur braucht, ist sich selbst und Zeit."
Jessica Fink vom Berufsverband der Yogalehrenden

Wenn Jessica Fink selbst Yoga praktiziert, braucht sie nur eine Matte und ein Sitzkissen. Das Sitzkissen empfiehlt sie zum Beispiel für einen bequemen Sitz bei Atemübungen oder beim Meditieren. Genauso sinnvoll können Blöcke für Menschen sein, die mit den Fingern nicht ganz an den Boden kommen. Sinnlos sind viele Produkte also nicht – nur sind sie eben auch nicht absolut notwendig.

"Die braucht niemand unbedingt, um Yoga zu üben, aber es gibt natürlich Produkte, die sinnvoll sein können. Insbesondere Sitzkissen, um im Sitzen eine bequeme und aufrechte Position einnehmen und halten zu können. Zum Beispiel bei Atemübungen und Meditation."
Jessica Fink vom Berufsverband der Yogalehrenden

Neue Varianten von Yoga oft eher sportlich als meditativ

Am Ende muss jede und jeder selbst entscheiden, welche Yoga-Variante mit welchem Zubehör es denn nun wird. Manchen neuen Yoga-Stil sieht Jessica Fink kritisch: Sie sagt, dass dort oft der Sport im Fokus steht und andere Aspekte von Yoga zu kurz kommen.

"Bei vielen neuen Ideen zum Yoga ist es allerdings so, dass hauptsächlich die Körperübungen aus dem Yoga geübt werden und andere Aspekte wie Atemübungen und Meditation zu kurz kommen oder gar nicht vorkommen."
Jessica Fink vom Berufsverband der Yogalehrenden

Das Gute am Trend: Fast jeder Discounter bietet mittlerweile günstige Yoga-Matten oder Kleidung und Zubehör. Auch wenn wir nicht so viel Geld in der Tasche haben, scheint zumindest die Yoga-Ausrüstung für die meisten bezahlbar. Bei den Matten ist dabei besonders wichtig, auf das Material zu achten: In PVC-Matten (Polyvinylchlorid) können Weichmacher sein. Eine Alternative ist TPE – das sind aufgeschäumte thermoplastische Elastomere. Ökotest hatte im Januar 2019 Yogamatten getestet und die Matten mit TPE für sehr gut befunden.

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