Egal ob ihr auf Handarbeit mit der Zahnbürste setzt oder elektrisch putzt: In jedem Fall gehen zwei Minuten eures Lebens jeden Morgen und jeden Abend dafür drauf, eure Zähne in Schuss zu halten. Ein Ding, das wie ein Schnuller aussieht, soll euch diese Mühe jetzt abnehmen – und zwar in nur zehn Sekunden. 

Zwei Minuten täglich morgens und abends Zähne putzen, das fand der Tüftler Marvin Musialek aus Österreich viel zu lang. Bei Kickstarter verspricht er gerade mit seiner neuen automatischen Superzahnbürste Amabrush die Putzzeit auf zehn Sekunden runterzuschrauben.

Das scheint vielen Menschen ein Anliegen zu sein, denn Amabrush geht bei Kickstarter richtig ab. Marvin hat schon eine halbe Millionen Dollar eingesammelt, obwohl er eigentlich nur 50.000 Dollar wollte. 

"Obwohl man mit der Amabrush im Mund ein bisschen deppert aussieht: Sie sieht nämlich so ein bisschen so aus wie ein überdimensionaler Schnuller."
Martina Schulte, Deutschlandfunk Nova

Der Teil des Zahnputz-Tools, den ihr in den Mund stecken sollt, sieht ähnlich aus wie der Mundschutz von Boxern. Von der äußeren Form ist es vergleichbar mit den Metall-Löffeln, die einem der Zahnarzt in den Mund schiebt, wenn er einen Abdruck macht. Das Gerät schiebt ihr euch in den Mund, drückt auf den Knopf und nach zehn Sekunden ist alles erledigt.

Die Zahnpasta befindet sich vorn in dem Teil, das wie ein Schnullerkopf aussieht. Von dort wird es in den mundschutzartigen Aufsatz gepumpt. An dem sind innen vielen winzigen Silikonhärchen angebracht, die vibrieren können. Diese Putzlamellen verteilen dann angeblich in nur zehn Sekunden die Zahnpasta auf Zähnen und Zahnfleisch und wenden dabei, wie der Entwickler verspricht, sogar die Methode an, die der Zahnarzt empfiehlt. 

"Das Gerät kostet bei Kickstarter 80 Euro, ist also teurer als eine Elektrozahnbürste, aber dafür spart es auch angeblich 100 Tage Lebenszeit."
Martina Schulte, Deutschlandfunk Nova

Marvin Musialek erklärt, an der Entwicklung von Amabrush drei Jahre lang gearbeitet zu haben. Eine Garantie, dass es wirklich funktioniert, gibt es bei Kicksstarter nie. Den Backern scheint das egal zu sein. 

Mobilegeeks erklärt warum: "Dass der ganze Vorgang mit so einem Ding im Mund etwas absurd aussieht, lässt sich nicht abstreiten. Angesichts des entstehenden Komforts, kann man das aber bestimmt verschmerzen."

Nur das amerikanische Netzportal The Verge hat noch was zu meckern: "Ist euch schon aufgefallen was fehlt? Genau: Es gibt keine App! Wie soll ich denn da meine Mama benachrichtigen und ihr beweisen, dass ich mir zwei mal am Tag die Zähne putze?"

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