Die App "Coded Food" hilft Allergikern dabei, Gerichte im Restaurant zu finden, die sie vertragen. Aber die Restaurantbesitzer müssen mitmachen und die Allergene einpflegen.

Allergiker selbst kennen das, und Freunde von Menschen mit bestimmten Lebensmittelallergien auch: Wenn wir im Restaurant sind, dauert es teilweise ewig, bis was gefunden ist, was gegessen werden kann. Teilweise sind die Kellner auch mit Nachfragen zu Inhaltsstoffen überfordert. Die App "Coded Food" soll da helfen. Damit können wir nämlich schon von zu Hause aus checken, was auf der Speisekarte was für uns ist und was nicht.

Essen gehen mit Allergien wird einfacher

In der App können wir ein Profil mit all unsere den Unverträglichkeiten anlegen. Daraufhin können wir auf die Suche nach Restaurants gehen, die Gerichte anbieten, die wir vertragen - beziehungsweise: wir können die Speisekarten durchstöbern und schauen, was wir essen wollen.

App-Erfinderin Heike Bähr hat selbst mehrere Unverträglichkeiten und war es leid, in Restaurants immer nach der Allergenkarte fragen zu müssen um sich dann selbst ihr Gericht zusammenzustellen.

"Als Nutzer bekomme ich die Speisekarten so gefiltert, dass ich genau die Gerichte angeboten bekomme, die ich essen kann. Alles andere sehe ich nicht."

Ein Haken an der App ist, dass nur die 14 Hauptallergene aufgeführt sind. Das sind jene, die in der EU kennzeichnungspflichtig sind und auf der Speisekarte vermerkt sein müssen. Wer ausgefallene Allergien hat, muss nach wie vor nachfragen.

Im Moment machen nur ein paar Restaurants mit, vor allem in NRW. Es sollen aber schnell mehr werden. Bei den ersten hat Heike Bähr das meiste noch selbst ausgefüllt, aber mit ihrer 40-Stunden-Woche ist das auf Dauer nur schwer möglich.

Gastronomin Natascha Cammarata ist mit ihrem Restaurant schon dabei und geht davon aus, dass es sich für sie lohnt: "Ich denke, dass viele Gäste den Mut haben, Restaurants wieder zu besuchen."

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