In den Weltmeeren schwimmt viel Müll. Der kommt oft auch im Eis der Arktis an. Birgit Lutz hat auf Spitzbergen eine Expedition begleitet und dort mit Touristen Müll gesammelt.

Müllsammeln will man im Urlaub eigentlich nicht. Bei einem Forschungsprojekt des Alfred-Wegener-Instituts stand das aber auf der Tagesordnung. An sechs Orten der Insel Spitzbergen haben sich Arktis-Expertin Birgit Lutz und eine Gruppe von Touristen umgesehen und aufgeräumt.

"Jeder hat bei der Arktis dieses blau-weiße unberührte Bild vor Augen. Wenn man da an Land geht und sieht, wie viel Müll da liegt, ist das ganz natürlich, dass man was aufhebt."
Birgit Lutz, Arktis-Expertin

2016 hat die Gruppe bei sieben Strand-Reinigungen 992 Kilo Müll mitgenommen, den sie in Kategorien eingeteilt hat, erklärt Lutz. Nebenbei hat die Gruppe Müll auch einfach so mitgenommen. Drei bis vier Tonnen Abfall kam so zusammen. Jährlich landen den Vereinten Nationen zufolge rund acht Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Das polare Meereis ist zum Transportweg von Plastik geworden, sagt Lutz. Die Meeresströmungen wie der Golfstrom bringen den Müll etwa nach Spitzbergen. 

Lutz und ihr Team haben oft vom Schiff aus das Wasser beobachtet, um mitzuschreiben, welchen Abfall sie im Meer erkennen können. An der norwegischen Küste, so Lutz, kam sie beim Mitschreiben nicht mehr mit.

"Auf Spitzbergen hat man sehr viel Fischereimüll. Das sind Netze, Sender, Plastikkästen. Da findet man Unmengen davon."
Birgit Lutz, Arktis-Expertin

Einen Sack voll Müll hat das Team nach der Expedition nach Deutschland zum Alfred-Wegener-Institut geschickt. Dort wurde analysiert welcher Müll in der Arktis ankommt: 65 Prozent war Plastik. Der Großteil des Mülls stammt übrigens aus der Fischerei, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.