Ob wir Sachen gut verstehen oder nicht, hängt auch davon ab, welcher Lerntyp wir sind. Wer das weiß, kann sich viel zielgerichteter Wissen aneignen.

Okay - die Genies unter euch können das jetzt mal müde weglächeln. Aber der eine oder andere wird sich aus Schulzeiten noch an den Moment erinnern, wo er etwas absolut nicht kapiert hat. Vielleicht hätte es euch damals geholfen, zu wissen, welcher Lerntyp ihr seid. Lernforscherin Nele Graf hat in einer Studie 10.000 Menschen befragt und definiert drei Typen:

Drei verschiedene Lerntypen:

  1. Der Praktiker
  2. Der Beobachter
  3. Der Analytiker

Der Praktiker geht die Dinge sehr konkret an. Will er beispielsweise wissen, wie ein Motor funktioniert, dann nimmt er ihn quasi erst Mal auseinander - mit Spaß am Entdecken und Experimentieren. 

Die Analytiker bevorzugen eher ein theoretisches Modell, um sich anzuschauen, wie ein Motor aufgebaut ist. Die Beobachter sind irgendetwas dazwischen. Sie schauen den Praktikern am liebsten erst mal zu. 

Ausprobieren, angucken oder analysieren

Entscheidend für uns ist also, herauszufinden, welchen Zugang wir zu neuen Themen haben. Nele Graf ist es wichtig, dass wir die drei Lerntypen nicht als in Stein gemeißelt betrachten: Ein Praktiker könne durchaus auch an theoretischen Modellen interessiert sein - es ist aber einfach nicht sein erster Zugang zu einem Thema. 

"Am besten, man beobachtet sich selbst und findet heraus, woran man Spaß hat. Was aber auch wichtig ist: Lernstile verändern sich!"
Nele Graf, Lernforscherin, über Lerntypen und -stile
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Effizienter Lernen durch Ziele und Druck von außen

Nele Graf hat noch weitere Tipps für uns, die uns dabei helfen, das Lernen effizienter und weniger aufwendig zu machen. Sie sagt: Wir müssen uns Ziele setzen. Das machen aber nur weniger als 20 Prozent. Darum ist es für viele am Ende schwer, für sich selbst festzustellen, dass sie geschafft haben, was sie eigentlich wollten. So bleibt das Erfolgserlebnis aus. 

Ein zweiter Punkt ist die Motivation. Hier gäbe es die Möglichkeit, die eigene Motivation zu substituieren - entweder durch Belohnung, oder indem ich mir Druck von außen aufbaue. Hierbei rät die Lernforscherin, dass wir Kollegen davon erzählen sollen, was wir vorhaben, denn dann können wir davon ausgehen, dass sie nachfragen.

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