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Asseln, Frösche oder Spinnen: Jasmin Schreiber lebt mit mehreren Tausend solcher Tiere zusammen. Die Biologin erzählt, was das mit ihrem Alltag macht und verrät, wie unterschiedlich die Beziehungen zu den Tieren sind.

Das Wohnzimmer ihrer Wohnung beschreibt Jasmin Schreiber als einen Dschungel, in dem sehr viele Pflanzen und Terrarien stehen. In diesen Glaskästen leben ihren Schätzungen zufolge rund 3.000 Tiere. Die Biologin lebt mit Fröschen, Riesentausendfüßern, Spinnen, verschiedenen Schneckenarten, Einsiedlerkrebsen und Gottesanbeterinnen zusammen. Außerdem besitzt sie noch diverse Käfer, Würmer und zwei Hunde – doch den Großteil ihrer tierischen Mitbewohner*innen machen Asseln aus.

"Den Asseln lege ich einen Apfel rein und dann kann ich drei Wochen weg sein, das ist denen scheißegal. Ich spiele keine große Rolle in deren Leben."
Jasmin Schreiber über die Beziehung zu ihren Asseln

Bei den Tieren, die Jasmin Schreiber hält, handle es sich zum Großteil nicht um Lebewesen, zu denen sie eine klassische Haustier-Beziehung habe. Asseln beispielsweise seien die idealen Tiere für Menschen, die wenig Zeit hätten, denn sie müssten nur ab und an gefüttert werden. "Ich bin den Asseln ziemlich egal. Die wissen gar nicht von meiner Existenz. Die lecker Äpfelchen werden wie durch Magie in die Terrarien geworfen und mehr müssen die gar nicht wissen", sagt die Biologin über die Beziehung.

Jasmin Schreiber: "Die engste Bindung habe ich zu meinen Hunden"

Da sie sehr viel Zeit damit verbringe, den Tieren beim Leben zuzusehen, empfinde sie trotzdem ein Stück weit eine emotionale Bindung – auch wenn diese nicht auf Gegenseitigkeit beruhe. "Andersrum ist es natürlich eine One-Way-Street. Während meine Hunde mich zum Beispiel total lieben, bin ich meinen anderen Tieren komplett egal", so ihre Einschätzung. "Ich glaube, die engste Bindung habe ich zu meinen Hunden."

Aber auch zu Sorgenkindern würde Jasmin Schreiber oftmals eine stärkere Bindung aufbauen. Als eine Landschnecke mit dem Namen Elfriede Jelinschneck wegen einer Wachstumsstörung starb, hätte sie richtig getrauert. "Sie hat auch sehr viel Pflege gebraucht. Selbst wenn ich in den Urlaub gefahren bin, musste sie mit", erinnert sich die Biologin.

Die Biologin trauert unterschiedlich stark um ihre Tiere

Die Verarbeitung des Todes von Hamster-Dame Hermine nahm die Autorin sogar zum Anlass, ein Sachbuch über das Sterben zu schreiben. "Das lag daran, dass ich bei ihr ziemlich getrauert habe. Das hat mich selbst so überrascht, weil ich eigentlich relativ nüchtern bin was das ganze Sterben betrifft. Denn hier stirbt dauernd irgendetwas", so Jasmin Schreiber. Inzwischen ist mit Romo vor Kurzem ein weiterer Hamster der Biologin verstorben. Über ihn gibt es kein Buch, er wurde in einem Kübel, in dem ein Weinstock wächst, beerdigt.

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