Viele Menschen in Deutschland fühlen sich laut einer neuen Umfrage heute persönlich sicherer als noch vor wenigen Jahren. Eine Mehrheit sieht die USA aber als größte Gefahr für den Weltfrieden.

56 Prozent der befragten Bundesbürger sagten, dass sie die USA als Bedrohung wahrnehmen, gefolgt von Nordkorea mit 45 Prozent, Die Türkei und Russland kommen erst danach. Das geht aus dem Sicherheitsreport hervor, den das Institut für Demoskopie Allensbach heute veröffentlicht hat. Insgesamt ist, der Umfrage nach, das persönliche Sicherheitsgefühl der Menschen in Deutschland aber in den Jahren seit 2016 gewachsen. Die Angst vor Einkommensverlust, Diebstahl oder Terror ist zurückgegangen. Das könne sich aber schnell ändern, wenn es etwa einen Anschlag in Deutschland geben würde, so das Institut.

Persönliche Ängste im Sicherheitsreport

Im Sicherheitsreport steht auch drin, was die persönlichen Ängste der Deutschen sind. Die Menschen fürchten am meisten, dass sie im Alter pflegebedürftig und dement werden. 40 Prozent haben das als ihre große Sorge angegeben.

"Die Menschen fürchten sich laut Umfrage am meisten davor, dass sie im Alter pflegebedürftig und dement werden."
Meike Rosenplänter, Deutschlandfunk Nova

Etwas mehr als jeder Dritte fürchtet sich auch davor, an einer lebensbedrohlichen Krankheit wie Krebs zu erkranken oder im Alter nicht genug Geld zu haben. Die Deutschen machen sich aber aktuell tatsächlich mehr Sorgen über die Entwicklung der Gesellschaft und über die weltweiten Spannungen als über ihre persönliche Zukunft.

Regionale Unterschiede

Menschen im Osten fühlen sich übrigens in ihrer Umgebung unsicherer als Menschen im Westen. Und auch die Angst vor den USA ist im Osten noch größer als im Westen. Dafür werden Russland und China in Ostdeutschland als nicht so bedrohlich angesehen wie in Westdeutschland.

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