Mia san mia – dieser Spruch steht für die Menschen aus Bayern. Für ihr Selbstbewusstsein, ihren Dialekt und für ihren eigenen Kopf. Als Hinterwäldler wollen sie aber nicht gelten, hat unser Korrespondent Michael Watzke bei einer Umfrage herausgefunden.

Der Freistaat Bayern ist flächenmäßig das größte der 16 Bundesländer. Rund 13 Millionen Menschen leben hier – damit ist Bayern auch das zweitbevölkerungsreichste Bundesland, nach Nordrhein-Westfalen. 

Bayern hat eine starke Wirtschaft. Im Raum München ist die Dichte an Milliardären sehr hoch – vor allem am Starnberger See. Aber hier leben auch ganz normale Leute, für die die hohen Mieten in München ein echtes Problem sind.

"Mich stört, dass München oft so kategorisch abgestempelt wird."
Antwort bei einer Umfrage zu den Klischees in Bayern

Brötchen heißen in Bayern Semmeln

Wer in Bayern zum Bäcker geht, sollte Semmeln bestellen, nicht Brötchen. Einer Befragten ist es extrem wichtig zu betonen, die Bayern hätten zwar manchmal diesenn Ruf, seien aber eigentlich keine Hinterwäldler: "Das ist Unsinn. Es gibt viele gebildete Bayern." Vor allem sei es schade um den schönen Dialekt. Den sprechen nämlich immer weniger Menschen, aus Angst, sie könnten als dumme Bauern abgestempelt werden.

"Es ärgert mich immer sehr, wenn Leute aus Norddeutschland kommen und denken, sie könnten Bayerisch reden. Lasst es sein! Es klingt einfach nur lächerlich und intolerant."
Antwort bei einer Umfrage zu den Klischees in Bayern

München ist teuer und gilt als spießig. Auf jeden Fall ist dort in den Straßen definitiv weniger los als in Köln oder Berlin. Dafür hat ein bayerisches Abitur aber einen hohen Wert. Es gilt deutschlandweit als das schwierigste.

"Das Bier ist wichtig, weil beim Bier kommen die Menschen zusammen."
Antwort bei einer Umfrage zu den Klischees in Bayern

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