Der größte Teil der rund sechs Millionen Einwohner in Hessen lebt im Rhein-Main-Gebiet. Aufgrund seiner zentralen Lage war das heutige Hessen schon immer durch Zuwanderung geprägt.

Viele denken bei Hessen vermutlich gleich an Frankfurt – obwohl Wiesbaden eigentlich die Landeshauptstadt ist. Frankfurt ist nicht nur Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank, sondern auch ein internationales Finanzzentrum. Neben den Banken ist der Flughafen ein großer Arbeitgeber. Wegen der vielen Banker gilt Frankfurt als ein bisschen schnöselig, das restliche Hessen hingegen hat eher den Ruf, provinziell zu sein.

"Ich hab mal gehört, die Hessen seien unfreundlich und spröde, vor allem im Frankfurter Raum – was ich jetzt als Hesse gar nicht so sehe."
Antwort bei einer Umfrage nach den hessischen Klischees

Wer anfängt, über die Hessen und ihren Dialekt zu sprechen, verwendet automatisch das Wort "babbeln" – ist schon klar, warum. Und wer über Hessen spricht, der kommt auch schnell auf die landestypischen Spezialitäten: "Handkäs mit Musik" und "Äppelwoi". Äppelwoi ist Apfelwein und wird traditionell aus dem sogenannten Bembel getrunken - einem Steinkrug, oft grau mit blauen Verzierungen. Handkäs ist eingelegter Harzer Käse. Mit Zwiebeln. Ihr könnt euch denken, was in dem Fall "Musik" bedeutet.

"Ich weiß von meinen Kommilitonen, die nicht aus Hessen kommen, dass ihnen der Apfelwein gar nicht gemundet hat – ich glaube, das ist schon was, mit dem man aufgewachsen sein muss, um es zu mögen."
Antwort bei einer Umfrage nach den hessischen Klischees

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