Das Saarland ist eins der kleinsten Bundesländer - sowohl flächenmäßig als auch was die Bevölkerungszahl angeht. Weil es an Frankreich grenzt, denken viele, dass im Saarland jeder Französisch spricht. Stimmt aber nicht. Unsere Korrespondentin Tonia Koch hat sich umgehört, welche Klischees es über das Saarland gibt.

Das Saarland grenzt an Frankreich. In etlichen Kriegen wurde immer wieder darüber gestritten, ob diese Region zu Deutschland oder zu Frankreich gehört. Eine besondere wirtschaftliche Bedeutung hatten bis Mitte des 20. Jahrhunderts der Kohlebergbau und die damit verbundene Stahlproduktion.

"Wir sind das zweite Bielefeld, uns kennt man nicht."
Antwort bei einer Umfrage nach den Klischees über das Saarland

Flächenmäßig ist das Saarland mit 2.570 km² das kleinste Bundesland – nach den Stadtstaaten. Knapp eine Million Menschen leben auf diesem Gebiet. Weil es also recht überschaubar ist, herrscht die gängige Meinung, dass jeder jeden irgendwie über ein paar Ecken kennt. Vielleicht liegt es aber auch an der Vereinsdichte – die soll hier deutschlandweit am höchsten sein. Familiär sei es und die Menschen lieben das gute Essen. 

"Im Saarland ist jeder mit jedem auf irgendeine Art und Weise bekannt oder verwandt."
Antwort bei einer Umfrage nach den Klischees über das Saarland

Apropos Essen: Die Saarländer lieben vor allem ihre Lyoner, also die rosa Fleischwurst aus der Pelle. Außerdem ganz wichtig: Im Saarland wird nicht gegrillt, sondern geschwenkt. Der Grillrost hängt demnach an einer Kette über dem Feuer beziehungsweise der Glut. Durch gleichmäßiges Hin- und Herschwenken werden die Würstchen und Koteletts dann gar gebrutzelt.


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