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Viel Lernstoff, herausfordernde Prüfungen und großer Konkurrenzkampf. Jurastudierende stehen während ihrer Uni-Zeit unter enormen Druck. Eine Studentin erzählt, wie sich das für sie anfühlt und wie sie damit umgeht.

Als Kind träumt lawsome_life, wie sie sich auf Instagram nennt, davon Medizin zu studieren. Doch nach ein paar Praktika in der Schulzeit ist ihr klar, dass der Beruf nicht zu ihr passt. Durch ein Praktikum im Bereich der Rechtswissenschaften findet sie schließlich zu ihrem jetzigen Jura-Studium. Eine Wahl, die sie trotz des enormen Drucks, den sie verspürt, wieder treffen würde.

"Es ist sehr anstrengend, es ist auch sehr schwer, den ganzen Stoff zu lernen und sich zu merken. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden."
lawsome_life über ihr Jura-Studium

Studierende, die Stress und Druck im Studium verspüren, sind nicht nur in den Rechtswissenschaften zu finden. In jeder Fachrichtung gibt es Betroffene. So klagt jeder vierte Studierende in Deutschland über viel Stress und Erschöpfung. Das ist das Ergebnis einer Studie zur Gesundheit Studierender, die in Kooperation des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung mit der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse entstand.

Warum die Jurastudentin so großen Druck verspürt

Doch während Student*innen in vielen anderen Fachrichtungen während ihrer gesamten Studienzeit Leistungen für ihre Gesamtnote sammeln, hängt die im Jura-Studium stark von den Noten im Staatsexamen ab. Lawsome_life muss dafür sechs jeweils fünfstündige Klausuren an aufeinanderfolgenden Tagen schreiben. Diese machen den Großteil ihrer Note aus, erklärt sie. "Zu wissen, dass das Leben quasi von diesen sechs Klausuren abhängt, ist schon sehr belastend", sagt sie über den Druck in ihrem Studium.

Körperlich spürt sie den Stress nicht, sagt lawsome_life. Sie beschreibt ihn vielmehr als ein "Gefühl, das Beste rausholen zu wollen" und als etwas, das "eher im Kopf" stattfindet. Um etwas Abstand vom Lernstress zu bekommen, hat die Studentin ein paar Strategien entwickelt.

Wie lawsome_life mit dem Druck umgeht:

  • Sie konzentriert sich aufs Lernen: Wenn ich am Lernen bin, versuche ich mich wirklich auf den Stoff zu konzentrieren. Jura ist bekanntlich schon kompliziert genug. Wenn man da sich nicht darauf konzentriert und sich nicht komplett darauf fokussiert, hat man keine Chance, alles im Kopf zu behalten", sagt lawsome_life. Für die Jurastudentin gehört dazu auch ein aufgeräumter Schreibtisch. "Ich versuche mir meine Unterlagen so zu ordnen, dass ich sie Schritt für Schritt abarbeiten kann", erklärt sie.
  • Sie konzentriert sich auf sich selbst und ihre Leistungen: "In Sachen Konkurrenzkampf muss man schauen, dass man sich nicht so mitreißen lässt und nicht sagt: 'Ich muss besser seien als A, B, oder C. Wichtiger ist es für sich selbst besser zu werden. Das finde ich eine viel bessere Methode", erklärt die Studentin. Außerdem findet sie es wichtig, nicht bestandene Prüfungen als Motivation für eine Leistungssteigerung zu betrachten: "Ich versuche, das als Ansporn zu nehmen und an, um in der nächsten Klausur besser zu werden und nicht durchzufallen."
  • Sie gönnt sich Pausen: "Ich lese in meiner Freizeit sehr gerne – auch nicht-juristische Bücher. Außerdem mache ich gerne Sport. Wenn das wegen der Corona-Pandemie nicht ging, dann habe ich versucht, einen Spaziergang zu machen oder mal ein Eis essen zu gehen," sagt sie. "Irgendetwas anderes, um sich bewusst eine Auszeit zu nehmen. Dass man weiß: 'Okay, jetzt habe ich Pause.
    Jetzt muss ich nicht ans Studium denken. Jetzt ist die Prüfung mal kurz, egal.' Das ist sehr wichtig."

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