Wir präsentieren die letzte Ausgabe von "Eine Stunde Talk". Seit dem Start im Dezember 2015, hat Sven Preger mehr als 200 Menschen interviewt. Die Gespräche sind nah, hintergründig und viele sind immer noch aktuell. In dieser Sendung blicken wir zurück. Und wir schauen auf das, was kommt: Denn auch in Zukunft wird bei Deutschlandfunk Nova getalkt, allerdings bekommt Sven Preger Verstärkung von Rahel Klein. Ab nächster Woche moderieren die beiden dann abwechselnd den "Deep Talk".

"Das Wesentliche ist, dass ich immer mit meinem ganzen Körper arbeite", sagt Marlen in der ersten Ausgabe von Eine Stunde Talk. "Ich lege mich auf die Menschen, ich bewege die Menschen. Es gibt viel Haut zu Haut Kontakt." Marlen spricht hier über ihre Arbeit als Sexworkerin. In "Eine Stunde Talk" hat Sven Preger Menschen aus allen Bereichen des Lebens interviewt. Es geht in den Gesprächen um persönliche Geschichten, um Engagement, traurige und großartige Geschichten. Darüber hinaus auch um die ganz großen Fragen des Lebens: Wie kann ich trauern? Was ist Glück? Oder wie fühlt sich ein Flug zur Internationalen Raumstation an?

USA, NSU, Sex und Glaube – Interviews zu großen Themen

Manchmal geht es um persönliche Erfahrungen oder um die große Politik. Oder um beides. Unsere Kollegin Hanna Ender ist vor der amerikanischen Präsidentenwahl 2016 quer durch die USA gereist, ihr Trip endet an der Westküste. Hier erlebt sie den Wahlabend am 8. November 2016. Donald Trump wird zum 45. Präsidenten der USA gewählt. Im Talk erzählt Hanna Ender von der Wahlnacht und ihren Eindrücken. Vier Jahre später stehen die USA wieder vor der Wahl. Donald Trump tritt gegen Joe Biden an, beide sind mittlerweile von ihren Parteien als Kandidaten nominiert – und am 3. November 2020 wird gewählt.

"Der Staat hat sein Versprechen nicht gehalten"
Mehmet Daimagüler hat im NSU-Prozess einige der Opfer-Angehörigen als Anwalt der Nebenklage vertreten

Im Jahr 2018 ist einer der wohl wichtigsten Prozesse der Bundesrepublik zu Ende gegangen: der NSU-Prozess. Auch darüber hat Sven Preger gesprochen – mit Mehmet Daimagüler, der einige der Opfer-Angehörigen als Anwalt der Nebenklage vertreten hat. Der Staat habe sein Versprechen nicht gehalten, sagt er. Bereits im Jahr 2012 hatte Angela Merkel die Angehörigen um Verzeihung gebeten und den folgenden Satz über die NSU-Täter und -Täterinnen gesagt: "Und doch müssen wir ergründen, wie und durch wen sie so geworden sind, wie sie geworden sind. Das sind wir den Opfern, das sind wir ihren Angehörigen, das sind wir uns allen schuldig." Beate Zschäpe wird zwar verurteilt, doch die umfassenden Hintergründe seien nicht aufgeklärt worden, kritisiert Daimagüler.

Anderer Name, aber es geht weiter...

Struktureller Rassismus, der Umgang mit dem Tod, das Leben als Kriegsberichterstatter oder die Frage danach, wie wir anderen verzeihen können. Auch in Zukunft wird es um Hintergründe und die großen Fragen gehen, wenn in der kommenden Woche unser "Deep Talk" startet. Dann bekommt Sven Preger Verstärkung von Rahel Klein. Die beiden moderieren die Talk-Sendung im Wechsel.