Gänsebraten, Würstchen, Fondue und Mayonnaise: Die Feiertage sind für den Magen Schwerstarbeit. Was wir tun können, ohne stundenlang im Fresskoma zu liegen.

Ein schweres Festessen folgt auf das nächste. Die letzte Woche des Jahres hat es in sich – jedenfalls was die Kalorienaufnahme angeht. Und so geht leckeres Essen oft einher mit einem lang anhaltenden Völle-Gefühl.

Ein paar Dinge können wir aber beachten, damit wir nach einem Essen nicht das Gefühl haben, uns nie wieder bewegen zu können. Genauer: Wir können unserer Verdauung auf die Sprünge helfen durch ein paar einfache Tipps:

  • Nach dem Essen bewegen
  • Nach dem Essen keinen Alkohol trinken (der Verdauungsschnaps ist in Wirklichkeit ein Anti-Verdauungsschnaps)
  • Während des Essens Wasser trinken
"Das Verdauungsschnäpschen nach dem Essen ist an sich nicht förderlich. Eher genau das Gegenteil."
Gero Moog, Gastroenterologe

Zugegeben - Weihnachten und Silvester sind nicht gerade Anlässe der Enthaltsamkeit. Wer es aber ernst meint mit seinem Magen und seinem Wohlbefinden, kann auch präventiv tätig werden - was allerdings Verzicht bedeutet. Der Kasseler Gastroenterologe Gero Moog erklärt:

  • Flüssigkeiten werden schneller verdaut als Festes
  • Kohlenhydrate und Fett brauchen besonders lange, bis sie verdaut sind - bis zu 24 Stunden
  • Der Magen kann maximal zwei bis drei Liter aufnehmen - und nicht nur eine Überfüllung, auch schon das reguläre Ausreizen der Kapazität kann zu Beschwerden führen

Es ist also ziemlich einfach: Etwas weniger essen als man vielleicht eigentlich vorhatte.

"Das entscheidende ist sicherlich Fett, aber auch Kohlehydrate können durchaus zu einer verzögerten Magenentleerung führen."
Gero Moog, Gastroenterologe

Zur Beruhigung: Der Magen gewöhnt sich eher nicht an eine ständige Überfüllung. Er lasse sich also nicht durch große Portionen ausleiern, sagt Gero Moog. Während einiger Tage ungewöhnlich große Mengen zu essen, sei grundsätzlich nicht schädlich. Sehr stark gewürzte Speisen, auch sehr säurehaltige können allerdings die Magenschleimhaut reizen und auch schädigen.

"Das ist in unserem Bauplan von der Steinzeit her vorgesehen, dass man sich ab und an den Magen vollschlägt und trotz allem ganz normal weiterleben und weiteressen kann."
Gero Moog, Gastroenterologe

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