Die EU-Kommission hat eine Umfrage zur Zeitumstellung gestartet. Jetzt ist Abstimmung abgeschlossen. Das Ergebnis ist klar und unverbindlich.

Bei einer Umfrage zur Zeitumstellung, die EU Kommission nennt das Konsultation, haben 4,6 Millionen von insgesamt rund 500 Millionen EU-Bürgern teilgenommen. Die Umfrage startete im Juli und lief bis Mitte August.

Einige Ergebnisse hat die Zeitung Westfalenpost unter Berufung auf anonyme Quellen bereits veröffentlicht. Die Angaben wurden dann über die Nachrichtenagenturen verbreitet.

Mehrheit für Abschaffung der Zeitumstellung

Die Mehrheit der Teilnehmer hat sich demnach für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen – mehr als 80 Prozent. Zwar waren alle EU-Bürger zur Teilnahme aufgerufen worden, aber zwei Drittel sind Deutsche. Die meisten Teilnehmer wünschen sich, dass statt des Wechsels zwischen Winter- und Sommerzeit immer die Sommerzeit gilt.

Am 30. August tagt die EU-Kommission und berät über das Ergebnis der Abstimmung – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es könnte dann sein, dass die EU den Vorschlag macht, die Zeitumstellung abzuschaffen. In der Folge könnten die Mitgliedsstaaten selbst entscheiden, welche Zeit dann bei ihnen in Zukunft gelten soll: Sommerzeit oder Winterzeit.

EU mit drei Zeitzonen

Derzeit gibt es drei Zeitzonen in der EU: Großbritannien und Portugal haben dieselbe Zeit, dann kommen Frankreich, Deutschland, Polen, Italien, und dann gibt es noch den südöstlichen Teil. Dazu gehören zum Beispiel Griechenland und Rumänien. (Interessante Grafiken dazu bei den Kollegen von Zeit Online.)

Die Bundesregierung hat sich zu dem Thema bisher (Stand 29.8.2018) noch nicht geäußert. Die Zeitumstellung wurde bereits im März durch einen Antrag der FDP im Bundestag thematisiert. Das Ergebnis: Die FDP, Die Linke und die AfD waren für die Abschaffung, Union und SPD dagegen. Die Grünen haben sich enthalten.

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