Zwei Kinderrechtsaktivisten aus Indien und Pakistan werden von der Schwedischen Akademie "für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen und für das Recht aller Kinder auf Bildung" geehrt.

Der 60-jährige Inder Kailash Satyrarthi und die 17-jährige Malala Yousafzai aus Pakistan wurden neben Papst Franziskus und dem US-Whistleblower Edward Snowden schon vor der Bekanntgabe als mögliche Kandidatin für die Auszeichnung gehandelt.

Thorbjørn Jagland, Chef des Nobelpreiskomitees sagte, für eine friedliche weltweite Entwicklung sei es Voraussetzung, dass die Rechte von Kindern und jungen Menschen respektiert würden. Kailash Satyrarthi und Malala Yousafzai bekommen den Preis für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Kindern und jungen Menschen und für das Recht aller Kinder auf Bildung.

Die jüngste Preisträgerin aller Zeiten

Die erst 17-jährige Malala Yousafzai aus Pakistan ist die mit Abstand jüngste Gewinnerin der Auszeichnung in der Geschichte des Nobelpreises. Seit ihrem elften Lebensjahr setzt sie sich dafür ein, dass auch Mädchen in ihrer Heimat eine Schulbildung bekommen. Mit ihrem Engagement hat sie sich viele Feinde gemacht - unter anderem die Taliban, die ihr vor zwei Jahren in einem Schulbus in den Kopf geschossen haben.

Satyarthi hat den Westen sensibilisiert

Kailash Satyarthi gründete in Indien eine Organisation mit dem Namen "Bachpan Bachao Andolan" – übersetzt mit "Bewegung zur Rettung der Kindheit". Die Organisation befreit Kinder, die zum Beispiel Steine schlagen müssen, oder als Haussklaven Tee servieren. Schon seit Langem engagiert sich Satyarthi mit Protestaktionen gegen die Ausbeutung von Kindern. Mit seinen einer Aktionen trug er maßgeblich dazu bei, dass die Rechte von Kindern in internationalen Konventionen festgeschrieben wurden.

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