Paketboten, Hausmeisterinnen, Putzkräfte, Getränkelieferanten - sie alle sind dauernd für uns im Einsatz und hätten zu Weihnachten sicher eine kleines Geschenk verdient. Aber wie viel oder was? Manche Aufmerksamkeiten können den Beschenkten sogar Probleme machen.

Fünf Euro? Zwanzig Euro? Vielleicht doch lieber etwas Schokolade? Es ist gar nicht so einfach, den netten Gedanken einer kleinen Aufmerksamkeit in die Tat umzusetzen. Mit der Frage haben sich auch schon Ethikprofessorinnen und -professoren herumgeschlagen - und die raten zu maximal zehn Euro. Letztendlich müsse das aber jeder selbst wissen.

Vor Geschenken an Serviceleistende vorher nach möglichen Limits fragen

Generell seien Geldgeschenke schon in Ordnung, so lange keine Gegenleistung erwartet wird. Wichtig aber: Nicht jeder darf Geld annehmen. Und viele Unternehmen, auch viele Paketdienste etwa, haben Obergrenzen für das, was ihre Mitarbeitenden annehmen dürfen - die sind sehr unterschiedlich je nach Unternehmen, erklärt Wirtschaftsjournalist Nicolas Lieven.

Will man den Beschenkten oder die Beschenkte also nicht in Bedrängnis bringen, fragt man besser vorher bei ihnen oder ihrem Arbeitgeber nach. Auch Beamten darf man nichts geben, das gelte als Bestechung. Und bei Menschen, die für öffentliche Unternehmen arbeiten, ist es auch heikel. Ein Müllwerker aus München bekam zum Beispiel wegen eines zu hohen Trinkgeldes mal Besuch von der Staatsanwaltschaft.

"Das ist fast noch wichtiger als das Geschenk: einfach die Wertschätzung."
Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist

Ganz abgesehen von der Höhe des Betrags oder der Art des Geschenks sei vor allem auch eines wichtig, so Nicolas Lieven: die Worte, die die Aufmerksamkeit begleiten. Vor allem geht es ja darum, Wertschätzung auszudrücken.