Tanken, Stau, Feinstaub - mit dem Verkehr gibt es ständig Ärger: Mobilität ist eine ziemlich große Aufgabe. Was hat die neue Bundesregierung vor? Ihre Pläne im GroKo-Check.

Jetzt ist der Koalitionsvertrag unterschrieben. Über Mobilität und Verkehr in Deutschland wurde dank Dieselgate intensiv diskutiert – auch in der Zeit nach der Bundestagswahl, in der es noch keine Regierung gab.

Emissionen an der Quelle reduzieren

Unser Reporter Sandro Schroeder hat geprüft, was dazu jetzt im Koalitionsvertrag steht. Vier Themen haben ihn besonders interessiert:

1. Was plant die Regierung beim Thema Autofahren?

  • Fahrverbote vermeiden und Emissionen an der Quelle reduzieren 
  • über Hardware-Nachrüstung bei Diesel entscheiden
  • Elektro-Mobilität fördern
  • inbesondere Förderung von Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Antrieben
  • mindestens 100.000 Elektroladesäulen bis 2020 bauen
  • Batteriefertigung soll nach Deutschland kommen

2. Im Februar gab es die Diskussion über kostenlosen Nahverkehr, um die Luft in den Städten zu verbessern. Was steht im Koalitionsvertrag?

  • Gratis-Nahverkehr kommt nicht vor
  • bundesweit sollen eTickets Papierfahrscheine ersetzen
"Der fahrscheinlose Nahverkehr ist überhaupt kein Thema im Koalitionsvertrag."
Sandro Schroeder, Deutschlandfunk Nova

3. Die Bundesregierung ist größter Aktionär bei der Deutschen Bahn. Was hat sich die Regierung beim Schienenverkehr und bei der Bahn vorgenommen?

  • der Bund soll Aktionär bleiben, keine weitere Privatisierung
  • es soll das Prinzip gelten: Ausbau vor Gewinnmaximierung
  • Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030
  • weniger Diesel, mehr Elektro: Der Anteil soll bis 2025 von 60 auf 70 Prozent steigen
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4. Ist auch der Radverkehr Thema im Koalitionsvertrag?

  • sehr wenig
  • Radwege sollen unabhängig von Bundesstraßen gebaut und ein Programm  für Radschnellwege soll aufgelegt werden
  • mehr Schutzstreifen für Radfahrer außerorts
"Mittelfristig will die Regierung dafür sorgen, dass gar keine Menschen mehr im Straßenverkehr ums Leben kommen."
Sandro Schroeder, Deutschlandfunk Nova

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