Synthetische Klamotten verlieren beim Waschen Fasern, die die Meere verschmutzen. Die Ladenbesitzer eines Surfshops haben einen Waschbeutel entwickelt, der das verhindert.

Alexander Nolte und Oliver Spies haben einen Laden für Surf- und Skateklamotten. Hier gibt es Klamotten, die aus Biobaumwolle sind, genauso wie Shirts und Sweatshirts, die aus synthetischen Fasern bestehen. 

"Ich hab einfach den Abwasserschlauch der Waschmaschine abgemacht und das rauslaufende Wasser durchgefiltert. Da brauchte ich kein Mikroskop, um das zu sehen. Da ist schon relativ viel!"
Oliver Spies, Ladenbesitzer und Guppy-Friend-Entwickler

Dadurch steckten die beiden Umweltfreunde in einem ziemlichen Dilemma, denn wenn man Synthetik-Klamotten in der Waschmaschine wäscht, landen viele mikroskopischkleine Fasern im Abwasser. Und später in den Mägen von Fischen und in Muscheln. Und später dann auf unseren Tellern. 

Alex und Oliver waren sich einig: Sie wollten synthetischen Klamotten nur dann verkaufen, wenn sie es verhindern konnten, dass diese beim Waschen zur Umweltverschmutzung beitragen. 

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Es dauerte anderthalb Jahre bis sie den Waschbeutel "Guppy Friend" entwickelt hatten. Der Wäschesack besteht aus einem transparenten weißen Netz aus hochwertigem Kunststoff. Der wird sonst hauptsächlich in der Medizin eingesetzt. Pro Stück kostet er knapp 30 Euro. Wer seine Wäsche da reinpackt, fängt die meisten Mikrofasern schon zu Hause ein

"Auf der einen Seite muss Lauge und Wasser eben an die Textilien rankommen und auf der anderen Seite dürfen diese kleinen abbrechenden Mikrofasern, diese Mikroöffnungen eben nicht verstopfen."
Alexander Nolte, Ladenbesitzer und Guppy-Friend-Entwickler

Auch ohne Wäschesack ist es möglich, beim Waschen weniger Fasern ins Meer schwemmen: Wenn wir unsere Kleidung sanfter waschen, landen weniger Mikrofasern im Abwasser. Auch bei niedrigen Temperaturen etwa oder wenn die Waschmaschine langsamer schleudert. Ein Weichspüler kann die Zahl der Fasern um die Hälfte verringern, doch der verschmutzt auch die Umwelt. 

Am besten ist es, wenn die Fasern nicht abbrechen und nicht zusammen mit dem Abwasser abfließen. Texilwissenschaftler arbeiten daran. Sie sind dabei eine Schutzschicht zu entwickeln, mit der die Fasern unserer Klamotten so präpariert werden, dass sie beim Waschen nicht mehr in den Abfluss geschwemmt werden. 

"Die meisten Leute sind überrascht, dass sie durch das Waschen ihrer synthetischen Kleidung überhaupt so einen Beitrag zur Umweltverschmutzung leisten."
Alexander Nolte, Ladenbesitzer und Guppy-Friend-Entwickler
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