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Auf dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto bekommen wir kaum noch Zinsen für unser Geld. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie gibt es nun einen Hype um Aktien. Eine Finanzjournalistin erklärt, was Social Media und Trading-Apps mit dem Hype zu tun haben, und ein 24-Jähriger erzählt, wie er durch Sammelkarten und Aktien Millionär wurde.

Noch nie gab es so viele unter Dreißigjährige, die ihr Geld in Aktien oder Aktiensparpläne gesteckt haben – laut dem Deutschen Aktieninstitut ist das hierzulande inzwischen jede vierte Person in dieser Altersklasse. Alleine im vergangenen Jahr war das eine Steigerung von fast 70 Prozent. Investieren und Trading macht vielen wohl nicht mehr so viel Angst.

"Man muss ein bisschen über seinen Schatten springen und langfristig denken."
Thomas über seinen Umgang mit Verlusten an der Börse

Einer, der schon als Kind Geld verdient hat, ist Thomas. Damals tauschte er die eigenen Yu-Gi-Oh- und Pokémon-Sammelkarten gegen Höherwertiges. Irgendwann wurde daraus ein Onlinehandel, inzwischen ist das Geschäft mit mehreren Lagern Teil seiner Selbständigkeit. Damit und mit dem Handel von Aktien hat Thomas mittlerweile seine erste Million verdient. Im Gespräch verrät er, wie genau er das geschafft hat und wie er mit Verlusten umgeht.

Thomas Kovacs
© Thomas Kovacs
Thomas Kovacs will seine Million innerhalb des kommenden Jahres verdoppeln.

Was wir beim Einstieg auf dem Aktienmarkt beachten sollten

Trade Republic, Scalable Capital oder Smartbroker – das sind einige der neueren Plattformen, die den Handel mit Aktien und Exchange Traded Funds (ETF) für alle via Smartphone-App anbieten. Ein ETF ist ein Aktienfonds, bei dem ein Algorithmus einen Index, beispielsweise den Deutschen Aktienindex, automatisiert nachahmt.

Diese sogenannten Neobroker haben oft ein übersichtliches und für junge Menschen ansprechendes Design und sind auch für Einsteigerinnen und Einsteiger leicht zu bedienen.

"Man traut sich mehr zu, weil es mehr Angebote gibt."
Finanzjournalistin Sophie Schimansky über Neobroker

Hinzu komme, dass es in der Pandemie weniger Freizeitangebote gebe und auf Plattformen wie Youtube oder Instagram inzwischen sehr viele Informationen über Aktien oder ETFs zu finden sind, erklärt die Finanzjournalistin Sophie Schimansky. Dennoch sollten Neu-Anlegerinnen und Neu-Anleger einiges beachten.

Mehr zum Thema:

Zahlen zu Aktieninvests in Deutschland:

  • 17,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren, das sind rund 12,35 Millionen Menschen, besaßen im Jahr 2020 Anteilsscheine von Unternehmen oder Aktienfonds. Das Deutsche Aktieninstitut zählt für diese Erhebung alle Menschen als Aktienbesitzende, die direkt mit Aktien oder indirekt mit Aktienfonds an der Entwicklung des Aktienmarktes partizipieren.
  • Laut Deutschem Aktieninstitut ist die Zahl der Aktienbesitzenden in Deutschland 2020 im Vergleich zu 2019 um rund 2,7 Millionen Menschen gestiegen. 2019 haben 15,2 Prozent der Deutschen in Aktien oder Aktienfonds investiert.
  • Besonders die unter Dreißigjährigen waren im vergangenen Jahr laut Deutschem Aktieninstitut sehr aktiv. Fast 600.000 Menschen in dieser Altersgruppe starteten mit dem Aktiensparen – eine Steigerung um 67 Prozent. Damit ist inzwischen beinahe jede vierte Person, die in Deutschland ein Aktieninvestment besitzt, unter 40 Jahre alt. 2019 war es nur jede Fünfte.
  • Baden-Württemberg war 2020 dem Deutschen Aktieninstitut zufolge das Bundesland mit den meisten Aktienbesitzenden. 23,3 Prozent der Menschen haben dort investiert. Auf Platz zwei lag Bayern mit 23 Prozent. In Brandenburg, das auf dem letzten Platz landete, besaßen nur 8,2 Prozent aller Menschen Anteilsscheine von Unternehmen oder Aktienfonds.

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  • Ab 21
  • Moderator:  Dominik Schottner
  • Gesprächspartner:  Thomas Kovacs, Finanzblogger, "Sparkojote" auf Youtube und Unternehmer
  • Gesprächspartnerin:  Sophie Schimansky, Journalistin an der Wall Street in New York, Podcasterin bei "Wall Street Daily"