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Bitcoin galt als der Überflieger bei Kryptowährungen. Investoren und auch Privatleute legten sich die Währung zu. Anscheinend ist der Hype vorbei. Das könnte eine Chance für die Konkurrenzwährung Ethereum sein.

Fast jeden Tag stolpert man im Netz über News zu Bitcoins. Aber längst nicht alle haben das Prinzip hinter der Kryptowährung verstanden. Was bei Bitcoins aber hängen geblieben ist: Seit ihrer Einführung sind sie enorm im Wert gestiegen. Und: Der Kurs schwankt extrem. Investieren sollte man vielleicht lieber nur mit Geld, das man "übrig" hat.

Aktuell ist der Wert von Bitcoins mal wieder gefallen – um satte 50 Prozent im Vergleich zu April, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Konstantin Köhler.

Kryptowährung Ethereum im Aufwind

Zwar ist Bitcoin die prominenteste Kryptowährung – aber sie ist nicht die einzige. Das New Yorker Marktforschungsunternehmen The Block sieht beispielsweise die zweiterfolgreichste Kryptowährung Ethereum im Aufwind.

Der Kurs von Ethereum hat im Mai sein bisheriges Allzeithoch von über 4300 US-Dollar erreicht. Den wichtigsten Hinweis aber, dass Ethereum dem Platzhirsch Bitcoin langfristig den Rang ablaufen könnte, liefert das sogenannte On-Chain-Volumen aus dem Mai. Es gibt Auskunft darüber, wie viel der Ethereum-Währung direkt in der Blockchain gehandelt wird. Geschäfte an einer Kryptowährungsbörse bleiben hierbei unberücksichtigt. Und das On-Chain-Volumen von Ethereum war im Mai höher als bei Bitcoin, so Konstantin Köhler.

"Das On-Chain-Volumen ist eine relevante Aussage darüber, wie viel mit der Ethereum-Währung gehandelt wird."
Konstantin Köhler, Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter

Grund für den Aufwind der Kryptowährung Ethereum könnte die Ankündigung sein – im Gegensatz zu Bitcoin – das Mining-Verfahren auf ein deutlich weniger energieintensives Verfahren umzustellen. Darüber haben wir hier schon mal gesprochen.

Elon Musks Haltung zu Bitcoin hat der Kryptowährung geschadet

Was Ethereum eventuell auch zu Gute kommt, ist, dass Bitcoin mit Tesla-Chef Elon Musk gerade einen sehr prominenten Fürsprecher verloren hat. Der sagte noch vor ein paar Wochen, dass er massenhaft Bitcoins kaufen will und diese auch als Zahlungsmittel akzeptieren wird, woraufhin die Kurse hoch gingen.

Kurz darauf hatte er seine Meinung aber geändert und das unter anderem mit der schlechten Energieeffizienz von Bitcoins begründet. Die Folge: Die Kurse brachen ein.

Ethereum als Bitcoin-Konkurrenz

Ob es für Ethereum aber tatsächlich reicht, zur zukünftige Krypto-Leitwährung zu werden, kann Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter Konstantin nicht voraussagen. Zumindest spräche aber einiges dafür.

"Immerhin haben Experten der Bank Goldman Sachs Ethereum quasi schon geadelt. Sie haben gesagt, Ethereum hätte das Potenzial, zu der führenden Kryptowährung zu werden."
Konstantin Köhler, Deutschlandfunk Nova

Ob das Zahlen mit Kryptowährungen im Alltag bald möglich sein wird, ist nach wie vor fraglich. Als objektiver Vorteil sei zu nennen, so Konstantin Köhler, dass die Zahlungen mit Bitcoins, Ethereum und Co ohne dritte Partei abgewickelt werden können – also ohne eine Bank. Das ist beispielsweise bei Bezahldiensten wie Paypal, Klarna, oder Sofortüberweisung anders.

Kryptowährungen bleiben in erster Linie Spekultationsobjekt

In anderen Fällen können Kryptowährungen das Zahlen überhaupt erst ermöglichen – wenn durch wirtschaftliche Sanktionen das normale Zahlen vom einen Land ins andere nicht mehr möglich ist. Grundsätzlich müsse man aber sagen, so unser Netzexperte, dass Kryptowährungen derzeit eher Spekulationsobjekt für die meisten sind. Diese pflegten schlicht die Hoffnung, dass die Kurse steigen und damit auch der Wert.