Beamen funktioniert leider nicht, aber Ingenieure arbeiten gerade an Kapseln, mit denen wir superschnell von einer Stadt zur anderen kommen sollen. Die Niederlande haben dazu gerade eine Teststrecke eingeweiht. 

Das wäre ja wirklich ein Traum: Röhren, die Städte miteinander verbinden. Wir müssten kein Zug, Bus oder Auto mehr fahren, sondern würden in einer Kapsel durch die Röhren geschossen werden. Angetrieben durch einen Push von einem Magneten am Anfang ginge es dann mit 1200 Kilometern pro Stunde vorwärts. Von Berlin nach München in weniger als einer Stunde. 

Halten wir 1200 km/h überhaupt aus?

Technisch gesehen ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir in solchen Kapsel reisen können. Viel größer scheint aber das Problem, ob wir das überhaupt aushalten können. Außerdem ist das Ganze extrem teuer, weil die Röhren auf Stelzen gebaut werden müssen. Trotzdem wird das Verfahren auf wenigen Teststrecken in den USA und nun auch in den Niederlanden weiterentwickelt.

Skizze einer Hyperloop-Kapsel.
© dpa
Die Skizze einer Hyperloop Kapsel.

Vor vier Jahren sagte der Unternehmer Elon Musk, dass es doch nicht sein könne, dass es so lange dauert, von San Francisco nach Los Angeles zu kommen. Die gerade geplante Schnellzugstrecke sei wirklich nicht mehr fortschrittlich, findet Musk. Ihm gehören auch die Unternehmen Tesla und SpaceX. Auf den Mars umziehen würde er auch gerne. Oder eben mit Kapseln durch die Gegend reisen. Damit das auch irgendwann möglich ist, schreibt er regelmäßig Wettbewerbe aus, um die perfekte Kapsel zu suchen. 

In die Röhre ab 2021?

Die Uni Delt plant einen Hyperloop zwischen Amsterdam und Paris, der schon in vier Jahren seinen Betrieb aufnehmen soll. Zwischen Dubai und Abu Dhabi soll es auch einen geben. Dass diese Daten eingehalten werden, scheint aber eher unwahrscheinlich. Die neue Teststrecke in den Niederlanden zeigt aber, dass es mehr als nur eine Spielerei ist. Inzwischen sind bedeutende Firmen eingestiegen: DHL, Eisenbahn-Unternehmen und vielleicht auch bald die Lufthansa. 

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