Exekutionen, Entführungen, Bomben-Attentate, Massaker - durch die islamistische Terrorgruppe Boko Haram sterben jedes Jahr Tausende Menschen in Nigeria und seinen Nachbarstaaten. 

Seit der Jahrtausendwende macht die Terrororganisation Boko Haram in einigen afrikanischen Ländern auf sich aufmerksam. Nachdem sich ihre Terroraktionen anfangs gegen staatliche Organe richteten, die für soziale Ungerechtigkeiten verantwortlich gemacht wurden, sind immer mehr christliche Kirchen und Gemeinden zum Ziel von Boko Haram geworden.

#Bringbackourgirls - Hunderte entführte Mädchen

Im April 2014 entführte Boko Haram knapp 300 Schülerinnen der protestantischen Government Secondary School in Chibok, im Nordosten Nigerias. Diese Aktion löste weltweites Entsetzen aus - und viele Prominente setzten sich für eine Solidaritätskampagne mit dem Opfern ein. Die vielfältigen Versuche, Boko Haram mit militärischen Mitteln zu besiegen, sind bisher gescheitert.

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Was ihr noch in Eine Stunde History hört:

  • Der Zeit-Autor Wolfgang Bauer hat sich mit den Anfängen und den sozial-politischen Hintergründen von Boko Haram beschäftigt.
  • Die Journalistin Andrea C. Hoffmann hat Patience getroffen, eine junge Nigerianerin, die von Boko Haram entführt worden war und fliehen konnte. Im Buch "Die Hölle von Innen" schildert sie eindrücklich die von Gewalt und Verachtung gekennzeichnete Welt von Boko Haram.
  • Der ARD-Korrespondent Jens Borchers über die Verbreitung von Boko Haram heute in Nigeria, Tschad, Kamerun und Niger.
  • Deutschlandfunk Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Terroraktionen von Boko Haram.