In den USA startet die National Football League (NFL) und wie immer sind auch Cheerleader dabei. Aber diesmal auch drei männliche. Über diese Premiere sprechen wir mit unserer USA-Korrespondentin Martina Buttler.

"Drei ist eine kleine Zahl. Aber es sind eben die ersten Cheerleader", sagt unsere USA-Korrespondentin Martina Buttler. Für die Los Angeles Rams werden Napoleon Jinnies und Quinton Peron tanzen. Bei den New Orleans Saints wird Jesse Hernandez der erste Cheerleader (auf dem Foto oben zu sehen).

Diese Cheerleader sind Profi-Tänzer

Alle drei sind gestandene Tänzer. "Sie treten bei Wettbewerben an und sind als Tänzer schon sehr etabliert", sagt Martina Buttler. Sie haben teils auch schon Choreografien für Cheerleader entwickelt. Irgendwann haben sich die drei Tänzer gefragt, warum sie eigentlich nicht als Cheerleader auftreten dürfen. Jetzt hoffen sie, dass sie nicht die Ausnahme bleiben, so Martina Buttler.

"Die Tänzer hoffen, dass ihr Auftreten irgendwann mal Normalität wird."
Martina Buttler, Dlf-Korrespondentin USA

Die Drei sind schon in der Vorsaison als Cheerleader für ihre Teams aufgetreten. Dabei trug zum Beispiel Jesse Hernandez eine lange schwarze Hose sowie T-Shirt mit Vereinslogo. Er hatte nicht die sonst üblichen Pompons in den Händen. Stattdessen hatte der Cheerleader ein weißes Tuch an der Hose, wie die Footballprofis. Damit kann er während des Spiels sein Team von der Seitenlinie aus anfeuern.

Und so sieht Quinton Peron auf dem Platz aus.

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Mit dem Saisonstart der National Football League (NFL) geht es für die drei Cheerleader jetzt richtig los. Das ist die Premiere männlicher Cheerleader bei Spielen der NFL. "Das erste richtig große offizielle NFL-Spiel ist jetzt beim Saisonauftakt. Jetzt geht es los", sagt Martina Buttler.

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Dass die beiden Vereine Männer in das Cheerleader-Team aufgenommen haben, zeige, dass sie sich dem gesellschaftlichen Wandel öffnen, so Martina Buttler.

"Die Vereine zeigen damit: Wir sind im Jahr 2018. Wenn ein Mann gut tanzen kann und Spaß daran hat. Warum soll er das nicht machen?"
Martina Buttler, Dlf-Korrespondentin USA

Es gibt Fans, die keine männlichen Cheerleader sehen wollen. Für sie ist 2018 eher schwarz-weiß, auch was die Geschlechterrollen betrifft.