2020 sollen vermehrt Wasserstoff Autos auf den Straßen zu sehen sein. Wir haben darüber gesprochen, ihr hattet viele Fragen dazu. Die haben wir an den Journalisten Werner Eckert weitergereicht.

Was ist der Unterschied zwischen Elektro- und Wasserstoffantrieb?

Der Antrieb ist in beiden Fällen ein Elektromotor. Aber die Fahrzeuge unterscheiden sich im Speicher. Bei Elektroautos wird der Strom in Lithium-Ionen-Akkus gespeichert. Mit Wasserstoff betriebene Autos haben eine Brennstoffzelle, in der durch kalte Verbrennung von Wasserstoff und Luftsauerstoff Wasser hergestellt wird. Ein Abfallprodukt ist Strom, der dann einen E-Motor betreibt.

"Für den Akku spricht, dass man Stromnetze schon hat, Wasserstoffnetze aber nicht."
Werner Eckert, Journalist

Welcher Antrieb ist zukunftsfähiger?

Beide Antriebe verdienen Aufmerksamkeit, sagt Werner Eckert, vor allem wird aber noch über den Akku diskutiert. Es stellt sich die Frage: Wie wird der Akku wieder aufgeladen? Der Journalist sagt, es ließen sich auch normale Tankstellen mit Wasserstoff-"Zapfsäulen" aufrüsten, allerdings sei das ein komplett neues Netz und ein dementsprechend großer Aufwand. Strom hingegen ist fast überall vorhanden. Hinzu kommt, dass Wasserstoff bereits viel Energie braucht, damit  er verdichtet und gespeichert werden kann. Am Ende ist er dadurch teurer als der einfache Strom.

Welches Auto ist nachhaltiger?

"Der Lithium-Ionen-Akku ist ökologisch nachhaltiger, es geht weniger Energie verloren", sagt Eckert, aber der Vorteil beim Wasserstoffantrieb sei, dass die Akkus mehr Energie speichern könnten.

"Lkw kann man auch, wie einen Zug, auf Oberleitungen auf der Autobahn betreiben mit Elektromotoren."
Werner Eckert, Journalist

Werner Eckert sagt aber auch, dass es noch viele weitere Ideen für die Mobilität auf unseren Straßen in der Zukunft gibt, die bisher noch überhaupt nicht groß diskutiert werden.