Wenn wir in der Woche zu wenig Schlaf bekommen, schlafen wir am Wochenende gerne aus und hoffen, damit den fehlenden Schlaf nachzuholen. Laut einer im Fachmagazin Current Biology veröffentlichten Studie hilft das jedoch nicht gegen ein Problem, das ebenfalls mit Schlafmangel zusammenhängt. Nämlich Übergewicht

Seit Längerem ist bekannt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem natürlichen Schlafrhythmus und unserem Hungergefühl. Menschen, die nicht genug schlafen, essen also mehr. 

Wer übermüdet ist, isst ungesund und das führt zu Übergewicht

Diese zusätzliche Nahrungsaufnahme kann der Döner sein, denn wir nachts nach dem Clubbesuch zu uns nehmen, statt zu schlafen. Und zusätzlich sind auch all diese kleinen Snacks, die wir uns nach dem Abendessen gönnen. Tatsächlich ist es auch so, dass Menschen, die einfach müde sind, weil sie in der Nacht nicht genug geschlafen haben, tagsüber eher zu ungesunden Sachen greifen. 

"Mir geht das auch so, wenn ich müde bin, dann fällt es mir einfach schwerer, der Verlockung von Schokolade und so zu widerstehen."
Veronika von Borries, Deutschlandfunk Nova

In der vom Fachmagazin Current Biology publizierten Studie haben Schlafforscher aus den USA im Labor Probanden fünf Nächte zu kurz, also nur knapp fünf Stunden, schlafen lassen. Am Wochenende konnten diese Probanden dann so viel schlafen, wie sie wollten. Und dabei durfte jeder so viel essen, wie er wollte. 

Zu beobachten war, dass die Wochenendausschläfer – und dabei besonders die Frauen - am Wochenende selbst eher weniger essen. Sobald sie aber wieder in ihren Wochenrhythmus kamen, verfielen die Teilnehmer wieder in das ungesunde Essverhalten und aßen sogar noch mehr. Die Wissenschaftler sprechen deshalb von einem regelrechten Jo-Jo-Effekt. 

Wer auf sein Gewicht achten will, sollte also regelmäßig jede Nacht mindestens sieben Stunden schlafen. Da wir das nicht immer schaffen, sollten wir auch in Zeiten von Schlafmangel darauf achten, was wir essen. 

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