Beim Netzkulturfestival South-by-Southwest (SXSW) in Austin haben rund 75.000 Teilnehmer über die Technik von Übermorgen diskutiert. Die Zukunft der Medien liegt in der Nische. 

Für seinen Technik-Optimismus wurde das SXSW-Festival bekannt - doch was die 75.000 Teilnehmer in den letzten Tagen in Austin (Texas) bei der Netzkulturkonferenz spüren konnten, war politischer, kritischer und vor allem auch ernüchternder als in den vergangenen Jahren.

​"Es ist Zeit, dass wir uns mit dem Zustand einer tiefen Unsicherheit anfreunden."
Amy Webb, Trendforscherin

Eine Unsicherheit in verschiedenen Bereichen zeigt sich auch in den mehr als 2100 Konferenz-Themen. Künstliche Intelligenz ist omnipräsent gewesen, Trumps Gegenkandidaten für den US-Präsidentschaftswahlkampf 2020 haben sich in Stellung gebracht und immer wieder sind ethische Fragen aufgetaucht, um die Beziehung zwischen Mensch und Maschine zu definieren.

Zukunft der Medien liegt in der Nische

Facebook will sich vom Prinzip "Alles öffentlich" verabschieden und will die Kommunikation in geschlossenen Gruppen fördern, Newsletter und Podcast sprießen aus dem Boden, große Medienanbieter geben ihre Reichweitenziele auf und setzen auf spezialiserte Formate für kleinere aber loyalere Nutzergruppen. Neu ist die Nischen-Theorie für das Netz nicht, aber neue Start-ups, unterstützende Algorithmen und neue Anwendungen machen die Nischen für die Medienbranche massentauglich.

Daniel Fiene spricht mit den Journalisten Ulrike Langer und Richard Gutjahr über die Trends der SXSW-Interactive. Dazu hört ihr Statements von den Medienmacherinnen Miriam Meckel, Léa Steinacker (ada), Lina Timm (Media Lab Bayern), Lena Rogl (Microsoft) und Eva Schulz (Deutschland 3000).

"Was mit Medien" gibt es auch als Podcast. Abonniert die Sendung via iTunes oder RSS-Feed. Auch nach der Sendung könnt ihr mit uns direkt und mit unserem Moderatoren Daniel Fiene über Twitter kommunizieren. Ein Protokoll der Sendung gibt es auch per Newsletter.

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