Neue Apps, neue Filme, neue Tech-Visionen: Dafür steht die South by Southwest, die Tech-Konferenz und -Festival in Texas. Eine Sonderrolle spielt in diesem Jahr die Politik - eine ziemlich beachtliche.

Die South by Southwest im texanischen Austin gilt als die Messe für Zukunftsvisionen und digitale Trends. In diesem Jahr drängt sich allerdings ein bisher eher vernachlässigtes Thema in den Vordergrund: die Politik. 

Um die Diskussion der Trump-Regierung und die #metoo-Debatte kommt auch die South by Southwest – kurz SXSW – nicht herum, berichtet unsere US-Korrespondentin Martina Buttler.

Interesse an Grassroots

Für die #metoo-Debatte hat sie ein gutes Beispiel: Eine Tinder-Mitgründerin, die nicht mehr für das Unternehmen arbeitet, entwickelte ihre eigene Dating-App und macht auf der Messe Werbung dafür. Das Besondere an der App: Frauen müssen dort den ersten Schritt machen.

Neben solchen technischen Entwicklungen zeichnet sich auf der SXSW auch ein politischer Trend ab: Interesse an Grassroots-Bewegungen. Die Aufmerksamkeit wendet sich statt der nationalen Politik mehr und mehr Städten und Regionen zu.

"Gestern waren Bürgermeister zusammen bei einem Panel und haben gesagt: Hier bei uns liegt die Macht. Soll doch Trump aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen. Wir machen weiter."
Martina Buttler, Korrespondentin in Austin

Auf der Messe wurde außerdem eine Plattform vorgestellt, die es Frauen erleichtern soll, für politische Ämter zu kandidieren. Sie können sich dort zielgerichtet informieren und herausfinden, welche Aufgaben sie interessieren. Nach Angaben der Betreiber, haben 70 Prozent der so trainierten und informierten Kandidatinnen ihr Ziel auch erreicht und ein Amt angetreten.

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