WG-Zimmer sind immer gefragt. Aber wie finden wir eine bezahlbare Unterkunft mit tollen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern? Rebecca hat lange in WGs gelebt und gibt ihre Erfahrungen und Tipps weiter.

Rebecca hat acht Jahre lang in verschiedenen WGs gewohnt und selbst einige Mitbewohnerinnen und Mitbewohner gecastet. Hier teilt sie ihre Erfahrungen und Tipps.

Rebecca
© Rebecca
Rebecca

1. Im Anschreiben Persönlichkeit zeigen

Bevor wir überhaupt zu einem WG-Casting eingeladen werden, müssen wir uns im Anschreiben beweisen. Dabei findet Rebecca es wichtig, keine Standardantworten zu geben.

"Man sollte nicht wie jemand klingen, der sich bei Germany's Next Topmodel vorstellt. Also nicht schreiben: 'Ich bin Sarah, 18, und komme aus XYZ.'"
Rebecca über das Anschreiben

Lieber sollten wir im Anschreiben unsere Persönlichkeit zeigen - zum Beispiel preisgeben, welche Serien man guckt, was man für ein Mensch ist und was man sich vom Leben erhofft. Und vom WG-Leben.

2. Die richtige Länge fürs Anschreiben finden

Rebecca erinnert sich daran, dass sie von der Anzahl an Anfragen auf eine Anzeige sehr überrascht gewesen sei. Deshalb rät sie dazu, das Anschreiben "nicht allzu lang" zu machen. "Die Leute am anderen Ende lesen ziemlich viele E-Mails. Es ist einfach nur wichtig, dass man ein bisschen mehr rein streut als diesen Standardsatz."

3. Sich dem eigenen Charakter entsprechend verhalten

Bei der WG-Besichtigung selbst sei es wichtig, dass wir uns nicht verstellen, so Rebecca. "Wenn man selbst jemand ist, der gerne mal ein Weinchen mit jemandem trinkt, dann kann man auch eine Flasche mitbringen. Denn das zeigt auf jeden Fall, was für eine Art Mitbewohner man dann sein wird. Aber man sollte es nicht machen, wenn es nicht dem Charakter entsprechend ist", so ihre Einschätzung.

4. Beim Casting höflich sein

Einmal habe Rebecca für die WG-Besichtigung Kekse gebacken. Doch niemand nahm einen der angebotenen Kekse. "Ich fand das wirklich traurig. Wenn die Leute euch etwas anbieten, dann nehmt das ruhig an – auch wenn es vielleicht gerade nicht in den Diätplan passt", so ihr Tipp.

5. Nervosität zeigen, Verzweiflung nicht

"Je verzweifelter Menschen sind, desto unsympathischer kann es wirken."
Rebecca

Als Castender wisse man eigentlich, dass jeder verzweifelt sei. Deshalb sei es wichtig, sich selbst treu zu bleiben. "Man kann ruhig auch mal zu sagen, wenn man nervös ist. Das ist viel sympathischer, als zu versuchen, das zu überdecken und sich dann ganz komisch zu benehmen", so ihr Rat.

6. Interesse an den Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern und am WG-Leben zeigen

Rebecca hat die Erfahrung gemacht, dass bei WG-Besichtigungen viele Fragen zum Zimmer kämen. Selten seien hingegen Fragen wie: "Wie sieht euer Leben aus? Was macht ihr so den ganzen Tag? Was sind eure Hobbys?"

Jegliche Form einer solchen persönlicheren Frage habe sie überrascht. "Ich finde es aber supercool zu fragen, wie das Leben aussieht. Ob man jemand ist, der einen sehr geregelten Alltag hat oder ob man jemand ist, der feiern geht, zum Beispiel. Das hilft sehr einzuschätzen, ob man in die WG reinpasst", sagt Rebecca.

7. Nicht schweigen, sondern ein Gespräch führen


Das Wichtigste sei es, bei WG-Castings nicht zu schweigen, sagt Rebecca. Denn dann gäbe es keine Möglichkeit, Gemeinsamkeiten zu finden. "Ich glaube, wenn man dann einfach zugibt, dass man etwas nervös ist, kommt man automatisch darüber ins Gespräch", so ihr Rat.

"Ganz viele Leute, die in WG-Castings reingehen, sind supernervös. Und dann werden sie sehr ruhig."
Rebecca

Eine andere Möglichkeit ins Gespräch zu kommen sei es, nach den WG-Casting-Erfahrungen des Gegenübers zu fragen. Und: An dieser Stelle könnten auch die persönlichen Informationen aus dem Anschreiben wieder wichtig werden. "Deswegen finde ich es auch so wichtig, in der Mail selbst schon persönliche Informationen zu geben", sagt Rebecca. Daran kann man anknüpfen.

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  • Ab 21
  • Moderatorin:  Shalin Rogall
  • Gesprächspartnerin:  Rebecca Alvarado, Youtuberin