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Melisa schläft gerne bei geschlossenem Fester, Flo nicht. Das ist nur ein Streitthema in der Beziehung. Warum sie erst lernen mussten, achtsam zu streiten, und wie sie das geschafft haben.

Der letzte Beziehungsstreit von Florian und Melisa liegt nur wenige Tage zurück. Nach vier Jahren Fernbeziehung ist er zu ihr von Hamburg nach Berlin gezogen. Inmitten nicht ausgepackter Umzugskartons und der noch ungewohnten dauerhaften Zweisamkeit kam es zu Reibereien und schlechter Laune. Das alles gipfelte am Abend in einer verbalen Auseinandersetzung, wie die beiden erzählen. Sie sagen, es sei eine Situation, an die sich die beiden erst noch gewöhnen müssten, denn der Rückzugsort der eigenen Wohnung in der anderen Stadt, der würde nun fehlen.

"Es ist auf jeden Fall noch mal ein anderes Gefühl, wenn man weiß, dass wir jetzt beide in dieser Wohnung sind."
Melisa über Streits in der gemeinsamen Wohnung
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Melisa und Flo sagen über sich, dass sie "unterschiedlich im Streitverhalten" sind. In Florian würde sich viel aufstauen, bis es "irgendwann knallt". "Bei mir ist es schon fast eine schlechte Kunst, meine schlechte Laune nach außen zu tragen, ohne was zu sagen," sagt Melisa hingegen über sich. Hinzu komme, dass bei ihr aus einer guten Laune innerhalb von wenigen Minuten eine schlechte werden könne – ohne, dass es einen offensichtlichen Anlass dafür gebe.

Offene Kommunikation in Zeiten ohne Streit

Das Paar habe erst lernen müssen, mit der unterschiedlichen Herangehensweise in Konflikten umzugehen. "Es ist etwas, womit wir ganz offen noch Probleme haben," gibt Florian zu. Ihnen habe es geholfen, in streitfreien Zeiten offen darüber zu sprechen, wann der andere etwas schlimm finden würde und wann er sich provoziert fühle.

"Hätte sich das nicht geändert, dann hätten wir damit wahrscheinlich richtig Schwierigkeiten bekommen."
Melisa über achtsames Streiten

Weil für Melisa und Flo irgendwann klar war, dass das Streitverhalten die Beziehung langfristig in Gefahr bringen könnte, haben sie nach einer Lösung gesucht. Melisa hat Stichpunkte auf ein Blatt Papier geschrieben und mit Florian bei einem Spaziergang über das gesprochen, was sie stört.

Eine unterschiedliche Auffassung darüber, wie Streit aussehen sollten, haben Melisa und Flo noch immer. Doch sie hätten gelernt, den anderen besser zu verstehen, und wüssten auch, was für den Partner oder die Partnerin nicht in Ordnung sei. Sie sagt: "Ich bin passiv-aggressiv", ihn macht genau das in Streitsituationen noch wütender. "Ich wünsche mir dann, dass es auch mal knallt, damit es auch mal vom Tisch ist und damit sich deine ruhige, schlechte Laune nicht über zwei bis drei Tage zieht."

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