Pünktlich zur Weihnachtszeit schaut 46P/Wirtanen bei uns vorbei. Der Komet wird jeden Tag ein bisschen heller und vermutlich mit bloßem Auge zu sehen sein. Der beste Termin fürs Kometenspotting: 16. Dezember.

Alle Augen auf den Nachthimmel am 16. Dezember - denn dann wird 46P/Wirtanen an der Erde vorbeidüsen, in nur 11 Millionen Kilometern Entfernung. Das ist ziemlich dicht, sagt Astrophysiker Michael Büker. Andere Kometen kommen uns normalerweise nicht so nah.

"Bei diesem Kometen ist die Besonderheit, dass er normalerweise ganz wo anders im Sonnensystem unterwegs ist."
Michael Büker, Astrophysiker

46P/Wirtanen ist nur alle fünf bis sechs Jahre in der Nähe der Erdbahn, erklärt Michael Büker. Aber in diesem Jahr ist die Erde außerdem genau an dem Punkt der Bahn, an dem der Komet vorbeifliegt. So haben wir also die Gelegenheit, ihn zu sehen.

Zwischen Orion und Kassiopeia

Auf etwa 500 Meter schätzt man den Radius des Kometenkerns - damit ist 46P/Wirtanen nicht besonders groß. Benannt wurde er nach einem amerikanischen Astronomen mit finnischer Herkunft. Und er bewegt sich normalerweise in der Umlaufbahn des Jupiters.

"Wenn man in einer Stadt ist, die ja meistens hellere Lichter hat, dann begibt man sich einfach an den südlichen Rand der Stadt. Und dann sucht man am Himmel ungefähr die Mitte zwischen den Sternbildern Orion und Kassiopeia."
Michael Büker, Astrophysiker

Wer den Kometen sehen will, braucht einen freien Blick auf den Nachthimmel in Richtung Süden ohne störende Lichter, sagt Michael Büker. Am 16. Dezember wird 46P/Wirtanen etwa auf halbem Weg zwischen den Sternbildern Orion und Kassiopeia erscheinen. Wer die beiden Sternbilder nicht kennt, kann sie sich vorher auf einer Himmelskarte im Netz anschauen, um den Kometen dann auch zu finden.

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Was wir von dem Kometen sehen, das ist hauptsächlich sein Schweif, der eigentliche Kometenkern sei viel zu klein, erklärt der Astrophysiker. Sichtbar wird der Himmelskörper für uns durch die Kraft der Sonne: Sie heizt den Kometen auf. Wasser, leichte Gase und Staubteile, die der Komet verliert, funkeln dann für uns als Licht. Von der Erde aus können wir so einen hellen Bereich um den Kometen herum sehen. Wer den Schweif erspähen möchte, nimmt besser ein Fernglas zur Hand, empfiehlt Michael Büker.

Unser Bild oben zeigt den Komet Giacobini-Zinner - vermutlich wird 46P/Wirtanen ähnlich erscheinen.

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