Das Appletree Garden Festival ist ein kleines, feines Musikfestival, aber längst kein Geheimtipp mehr. Seit 2001 gibt es das Festival, und weil es bis 2005 auf einer Apfelbaumwiese stattfand, heißt es genau so. 

"Das ist wie Urlaub mit Musik, sehr entspannt, eins der schönsten Festivalgelände Deutschlands."
Festivalbesucher

Das Line-up liest sich wie die Playlist bei Deutschlandfunk Nova: Asgeir, Giant Rooks, Loyle Carner, Jack Isaac, Everything Everything und "unsere" Alice Merton. Eine gute Mischung aus Singer-Songwriter, Folk bis Indie-Rock, Hip-Hop, Elektro und Pop, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Susan Zare. Sie spricht auf dem Festival mit verschiedenen Bands für uns wie zum Beispiel mit Giant Rooks.

"Art Pop ist ein Begriff der unsere Musik ganz gut beschreibt, weil wir auch sehr viele Stile miteinander verknüpfen. Die ganze Musik, die wir machen, ist sehr vielfältig."

Auf einer riesigen Wiese, umringt von Bäumen und Feldern, stehen mehrere Bühnen und auch die Zelte der Festivalbesucher. Susan beschreibt das Gelände als bunt: Glitzernde Bänder hängen von einigen Bäumen, an denen auch Hängematten befestigt sind.

"Es ist das buntestes und liebevollste Festival, das ich kenne. Diese bunte Stimmung finde ich super! Alle laufen mit buntem Glitzer rum und beschmeißen sich mit Konfetti."
Festivalbesucherin über die Atmosphäre beim Festival
Reporterin Susan Zare, Deutschlandfunk Nova
Eindrücke vom Appletree Garden Festival.

Das Festival ist auf 5000 Besucher limitiert, aber ein Geheimtipp ist es längst nicht mehr, sagt Susan. Bereits im Mai waren alle Tickets ausverkauft.

"Wir hatten es immer klein gedacht als Gartenfest, daher auch der Name. Weil wir das kleine Muckelige schätzen, wollen wir die Größe beibehalten."

Zu dem Familiären gehört auch der Anspruch, ein ökologisch vertretbares Festival zu veranstalten. So weisen die Veranstalter beispielsweise die Festivalbesucher darauf hin, welche ökologisch sinnvollen Anfahrtswege zum Festival genutzt werden können. Außerdem wird der Festivalmüll getrennt und es werden Fairtrade-Produkte angeboten.

"Es ist nicht wie auf großen Festivals, wo man von Stand zu Stand ein paar Kilometer laufen muss."
Festivalbesucherin

Neben Musik gibt es auch Zelte mit besonderen Angeboten wie das Spiegelzelt, in dem eine ziemlich mystische Atmosphäre herrscht, sagt Susan. "Spielplatz" heißt eine Aktionsbühne, auf der es Yoga, Tanzimprovisation oder Workshops gibt.