Neuer Fund in North Dakota

Warum die Dinos nach Asteroideneinschlag ausstarben

In North Dakota ist eine Art Dinosaurier-Massengrab gefunden worden. Die Fossilien müssen eine Folge jenes schicksalhaften Tages sein, als vor 66 Millionen Jahren ein Asteroid im Golf von Mexiko einschlug und auf der Erde ein Massensterben verursachte.

Für die Wissenschaft ist es eine riesige Sache: Forscher in North Dakota haben eine Art Dino-Massengrab gefunden, in dem nicht nur Rückstände von Dinosauriern sind, sondern auch von vielen anderen Tieren und sogar unbekannten Fischarten, die damals beim Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren auf der Erde massenweise gestorben sind. 

Die Theorie mit dem Asteroiden ist die bisher am weitesten akzeptierte Erklärung, warum nahezu 75 Prozent der Tier- und Pflanzenwelt ausstarben. Es wird vermutet, dass der Asteroid im Golf von Mexiko einschlug. Die Fundstelle ist 3000 Kilometer davon entfernt. Klaus Jansen aus dem Deutschlandfunk-Nova-Team erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass die Fossilien so gut erhalten sind. 

Die Tiere wurden durch Schutt, Sand und Staub versiegelt

Man müsse sich das vorstellen wie Pompeji, das nach dem Vulkanausbruch unter der Asche weitgehend konserviert worden ist. Vor 66 Millionen Jahren war an der Stelle, wo kürzlich die Fossilien gefunden wurden, ein See. Durch den Asteroideneinschlag gab es Erdbeben und das Seewasser muss sich aufgebäumt haben, wodurch Hunderte Seefische auf eine Sandbank gespült wurden. 

Anschließend wurde das Land von unzähligen Glasperlen getroffen – geschmolzenes Gestein, das vom Asteroiden in den Himmel geschleudert worden war. Und diese Glaskügelchen haben vermutlich große Brände an Land verursacht. Anschließend kamen noch Schutt, Sand und Staub vom Himmel, die das Ganze bis heute versiegelt haben. 

Szenerie des Massensterbens

Gefunden haben die Forscher jetzt also eine gut konservierte Szenerie vom Zeitpunkt des Massensterbens. Neben Fischen waren auch Rückstände richtiger Dinosaurier dabei, wie beispielsweise vom Triceratops, Hadrosaurus, und vom Mosasaurier, der im Wasser gelebt hat. Die Studie der Forschenden soll diese Woche im Fachjournal PNAS erscheinen.

Die Forscher sind sich ziemlich sicher, dass es sich um den Zeitpunkt handeln muss, der das Massensterben auf der Erde eingeläutet hat. Zeitlich passe die Sedimentschicht sehr gut, sagt Klaus Jansen. Weitere Hinweise liefere eine stark iridiumhaltige Schicht. Iridium ist ein Metall, das auf der Erde sehr selten ist - aber oft in Asteroiden vorkomme. "Und sogar die Fisch-Fossilien, die da in North Dakota gefunden wurden, hatten diese Glaskügelchen noch in ihrem Nahrungsfiltersystem hängen. Also so, wie es die Forscher jetzt beschreiben, klingt das schon stichhaltig", so Klaus Jansen.

Ebenfalls interessant: