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Judith und Matthias führen eine Fernbeziehung und haben sich seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen – wegen der Corona-Pandemie. Denn sie pflegt ihre Mutter und kümmert sich um ihren Bruder mit Autismus – er arbeitet im Gesundheitswesen. Beide wollen die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus möglichst gering halten. In diesem Jahr haben sie für den Valentinstag deshalb besondere Pläne.

Bislang hätten sie den Valentinstag nicht so bedeutsam gefeiert. "Wenn wir uns normal sehen könnten, dann würden wir den Valentinstag nie so groß feiern", sagt Judith. Doch in diesem Jahr haben sie sich gegenseitig Pakete mit persönlichen Aufmerksamkeiten zukommen lassen.

"Der Valentinstag ist kommerziell, er ist kitschig und er ist widerlich romantisch. Aber warum ist das was Schlechtes?"
Judith über den Valentinstag

Am Abend des 14. Februar werden sie dann bei Kerzenschein per Videoanruf gemeinsam romantisch essen, weil sie in diesem Jahr den Valentinstag als Anlass für kleine Gesten der Wertschätzung sehen, sagt Judith. Das Paar wolle die gemeinsame Zeit, wenn auch lediglich virtuell, bestmöglich nutzen. Menschen, die den Valentinstag wegen Kitsch und Kommerz verurteilen, könne Judith nur bedingt verstehen.

Wie das Paar die Romantik fernab des Valentinstags aufrecht erhält

Judith und Matthias hätten sich seit Monaten nur über Videotelefonie gesehen. Um die Romantik in der Beziehung trotzdem aufrecht zu erhalten, habe das Paar eine eigene Lösung gefunden. "Wir sagen uns regelmäßig, dass uns was aneinander liegt. Und wir schreiben uns Briefe – auf Papier und mit Füller", sagt Judith. In traurigen oder stillen Momenten tue es ihr gut, diese Briefe in der Hand zu halten. "Es hilft, wenn ich lese: 'Du bist eine tolle Frau und ich kann es kaum erwarten, dich wieder zu sehen.'"

Aufgrund ihrer familiären und seiner beruflichen Situation würden sich Judith und Matthias erst wieder sehen, wenn sie gegen das Coronavirus geimpft sind. "Ich glaube, wenn wir uns wieder sehen können, dann ist das wie ein neues Kennenlernen, wie ein erstes Date. Ich kann mir vorstellen, dass ich dann supernervös bin und Herzrasen habe", sagt Judith.

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