Ob wir Rad fahren, zu Fuß unterwegs sind oder im Auto sitzen - wir sind permanent den Autoabgasen ausgeliefert. Was wir tun können, um uns vor Stickoxiden zu schützen, hat unser Reporter Paulus Müller herausgefunden. 

6000 Menschen sterben im Jahr an Herzkreislauferkrankungen, die durch Stickoxide ausgelöst werden, schätzt das Bundesumweltamt. Außerdem gehen Wissenschaftler davon aus, dass Stickoxide auch Schlaganfälle, Lungenerkrankungen wie Asthma und auch Diabetes auslösen können. Wer glaubt, dass er im Auto sicherer ist, als auf dem Rad oder zu Fuß, täuscht sich gewaltig.  

"Die klassischen Fahrradwege sind gerade mal ein, zwei Meter von der Straße entfernt. Da ist die Schadstoffbelastung extrem hoch. Schon nach sechs, sieben Metern ist eine massive Verringerung feststellbar. Das heißt, also hier zählt jeder Meter."
Hans-Georg Predel, Institut für Sportmedizin und Kreislaufforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln

Heidelberger Forscher haben bei einer Studie festgestellt: Die Schadstoffkonzentration in Autos ist oft doppelt so hoch wie außerhalb. Niederländische Forscher schätzen sie sogar bis zum sechsfachen höher ein. Der Grund: Die Schadstoffe dringen über die Klimaanlage oder die Fenster und reichern sich dann im Auto an.

Den Vorteil den Radfahrern und Fußgängern haben: Die Luft um sie herum verdünnt sich viel schneller wieder, als das im Auto der Fall ist. Fahrradfahrer – besonders diejenigen, die gerne schnell fahren - haben allerdings einen Nachteil. Wer sportlich fährt, atmet tiefer und schneller und bekommt dadurch mehr Schadstoffe in die Lunge. 

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Einfache Atemmasken bringen kaum etwas

In vielen Radfahr-Foren werden Sportmasken mit Aktivkohlefiltern empfohlen. Die kosten in der Regel 12 bis 40 Euro. Der Internist Hans-Georg Predel sagt, dass eventuell für den Einsatz in Entwicklungsländer eignen, die oft mit starken Smog-Problemen kämpfen. Für die Schadstoffwerte, die es bei uns gibt, seien sie aber eher nicht zu empfehlen. Um dann substantielle Effekte zu erziehen, bräuchte ich schon schweres Gerät, also chirurgische Atem-masken oder Masken mit Ventilation und Filterung bestehen und die erhöhen den Atemwiderstand enstprechend. So dass es eher unangenehm wird, mit diesem Masken zu fahren.

"Um substanzielle Effekte zu erziehen, bräuchte ich schon schweres Gerät, also chirurgische Atemmasken oder Masken mit Ventilation und Filterung. Die erhöhen den Atemwegswiderstand entsprechend, sodass es eher unangenehm wird, mit diesem Masken zu fahren."
Hans-Georg Predel, Institut für Sportmedizin und Kreislaufforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln

Wer sich als Fußgänger oder Radfahrer möglichst fern von der Straße hält, macht es richtig. Die Schadstoffbelastung auf weniger befahrenen Nebenstraßen ist deutlich geringer als auf Hauptstraßen. Gut ist es, durch Straßen zu fahren, die von Bäumen und Grünflächen flaniert sind. Noch besser: Direkt durch einen Park fahren - das ist oft nur ein kleiner Umweg von wenigen Minuten, schont die eigene Gesundheit aber eindeutig. 

"Wenn ich also als Fahrradfahrer an der Ampel stehe und vor mir ist ein Bus, sollte ich unbedingt daran vorbei gehen oder langsam radeln, um nicht direkt hinter den Auspuffen zum Stehen zu kommen."
Hans-Georg Predel, Institut für Sportmedizin und Kreislaufforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln

Wer an der Ampel steht, sollte darauf achten, nicht genau hinter dem Auspuff eines Autos anzuhalten. Viel besser ist es vor den Fahrzeugen auf die nächste Grünphase zu warten. Die Straßenverkehrsordnung sagt dazu sinngemäß: Wenn genug Platz ist, dürfen Radfahrer rechts an stehenden Autos vorbei und bis zur Ampel vorfahren. In diesem Fall sollte man auf Rechtsabbieger achten, damit sie einen nicht Ausversehen umfahren.

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