In offenen Beziehungen haben die Partner auch Verhältnisse zu anderen. Beste Voraussetzung: Beide Partner haben da Bock drauf.

Cleo und ihr Freund Roman (Namen geändert) führen seit eineinhalb Jahren eine offene Beziehung. Sie haben beide Sex auch mit anderen Menschen. Offen - im gegenseitigen Einvernehmen. 

"Für mich war immer klar: Ich finde mehr als nur einen Menschen auf der Welt attraktiv."
Cleo, Mitte 20, lebt in einer offenen Beziehung

In Eine Stunde Liebe geht es um das Beziehungsmodell der beiden, um Eifersucht, um Grenzen und Vor- und Nachteile dieses Modells.

Deutschlandfunk-Nova-Reporter Benni Bauerdick hat Paare getroffen und sie gefragt, welche Abmachungen sie haben, ob sie sich von ihren Abenteuern erzählen und wie sich das auf ihre Beziehung auswirkt.

Offene Beziehung: Nicht mehr, nicht weniger glücklich

Wenn beide Partner eine offene Partnerschaft wollen, sind diese Paare genauso glücklich (oder unglücklich) wie monogame Paare. So lautet das Fazit des Paarforschers Dr. Ragnar Beer, der an der Uni Göttingen zu offenen Partnerschaften forscht.

"Oft wird man von anderen als billiges Betthäschen angesehen."
Saskia (Name geändert), Hamburg, hat eine offene Beziehung ausprobiert

Problematisch sind aus seiner Sicht Beziehungen, in denen nur eine Seite die Öffnung will und in denen zu wenig kommuniziert wird. Wenn beide Partner das wollen und intensiv darüber reden, ist das eine gute Basis für das Gelingen einer solchen Beziehung, so Beer.

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