Roboter und Künstliche Intelligenz klauen Menschen die Arbeitsplätze, so die Befürchtung. Alles halb so schlimm, sagt eine neue Studie.

Manche Jobs wird es in Zukunft nicht mehr geben, weil sie von Robotern übernommen werden oder durch künstliche Intelligenz ersetzt. Und dann sind wir Menschen massenweise arbeitslos - so zumindest die Befürchtung. Eine Studie des Mannheimer Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung hat das jetzt durchgerechnet. Das Ergebnis: alles kein Drama. Digitalisierung sorgt sogar eher für mehr Jobs - aber eben andere.

Weniger betroffen sein werden Jobs im handwerklichen Bereich wie etwa auf Baustellen. Einen Umbruch wird es eher da geben, wo es viele Routineabläufe gibt, die auch automatisiert werden können. In diesen Bereichen fallen dann tatsächlich auch Arbeitsplätze weg, erklärt Mischa Erhardt aus der Wirtschaftsredaktion des Deutschlandfunk.

Nicht weniger, aber andere Jobs

Aktuell ist der Anteil der neuen Technologien an der industriellen Produktion noch relativ gering. Wenn sich dieser Anteil erhöht, werden Jobs wegfallen. Eine Studie der Oxford University geht davon aus, dass jeder zweite Job betroffen sein wird. Der Digitalverband Bitkom in Deutschland spricht von drei Millionen Arbeitsplätzen, die wegfallen werden.

Diesen Zahlen widerspricht auch die Studie des Mannheimer Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung nicht. Aber: An die Stelle dieser Jobs treten dann welche, die zum Beispiel die eingesetzte Technik steuern oder kontrollieren.

"Man braucht Menschen, die diese neuen Technologien anwenden und kontrollieren. Dafür braucht man höhere Bildung."
Mischa Erhardt, Deutschlandfunk-Wirtschaftsredaktion

Außerdem wird natürlich auch menschliche Arbeitskraft benötigt, um zum Beispiel alte und neue Technologien sinnvoll miteinander zu verbinden. Die Voraussetzung dafür: Höhere Bildung und natürlich Zugang zu diesen Technologien. Am Ende wird die Digitalisierung aber mehr Jobs schaffen als dadurch wegfallen - so die Prognose.

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