Studierende aus Berlin und Havanna präsentieren eine Kollektion kompostierbarer Kleidung. Sie basiert auf Braunalgen. 

Die Suche nach neuen Materialien für unsere Kleidung drängt. Und zwar deswegen, weil zum Beispiel Baumwolle immer weniger zu aktuellen Entwicklungen passt. "Für die Zukunft ist es nicht mehr zu halten. Wir werden immer mehr Menschen auf der Erde und es nimmt so viel Ackerfläche in Kauf", sagt Josephine Barbe, Dozentin für Ökonomie und Nachhaltigen Konsum an der TU Berlin. 

"Durch die Klimaerwärmung können immer mehr Algen entstehen."
Josephine Barbe, Dozentin für Ökonomie und Nachhaltigen Konsum an der TU Berlin

Josephine Barbe hat zusammen mit Studierenden aus Berlin und Havanna das neue Material entwickelt, das aus Braunalgen besteht. An vielen Stränden weltweit sind diese Algen zu finden. Die Algen-Stoffe sind nachhaltig und können kompostiert werden, sie enthalten außerdem Spurenelemente, die entzündungshemmend wirken und sich besonders für Allergiker eignen.

Studierende der Textilwissenschaften, TU Berlin
© Deutschlandfunk Nova | Magdalena Bienert
Studierende der TU Berlin tragen eigene Entwürfe aus Algenstoff.

Ayse ist eine der Studierenden, die den neuen Stoff mitentwickelt hat und ihn inzwischen auch selber trägt. Sie hat ihr schwarzes Kleid noch mit Jeans-Elementen abgesetzt. Sie sagt: "Es ist sehr leicht zu verarbeiten und lässt sich auch sehr leicht pflegen." Außerdem sei der Stoff geeignet für Menschen mit empfindlicher Haut, weil er so angenehm und leicht ist.

"Es fühlt sich nach nichts an."
Ayse, Studentin an der TU Berlin, hat den neuen Algenstoff mitentwickelt

Mehr zu nachhaltigen Materialien: